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H A N D B U C H   D E S   B E W U S S T WA N D E R N S   O N L I N E

fernen Zukunft für jeden Gesellschaftsteilnehmer und für die erfolgreiche 
ökologische   Einnischung   unserer   Population   ins   Ökosystem   Erde.   Je 
zügiger jeder Gesellschaftsteilnehmer also freudebetont lernt, mit seiner 
Umgebung und seinen Artgenossen im Alltagsmoment zu kooperieren und 
lernt, sich hier im Moment wohl und erfüllt zu fühlen, um so schneller wird 
die   Population   Mensch   gemeinsam  in   und   mit   der  Alltagsvielfalt   ein 
Fliessgleichgewichtsstadium   finden.   Wir   werden   relativ   harmonisch, 
nachhaltig   und   erfüllend   leben   können,   auch   ohne   vorschnell   in   das 
Zusammenspiel der lange gewachsenen, kooperativen Umgebungsvielfalt 
einzugreifen (siehe Abbildung 2, Zukunftsversion 3, 4, 5).
Wir sind eine sehr »junge Art« und Millionen andere Arten auf unserem 
Planeten haben vor uns diese rasante „Kindheits- und Wachstumsphase“ 
und  die  besonders  kooperative  „Reife-   und  Findungsphase“   hinter  sich 
gebracht und ein relativ dauerhaftes und stabiles, kooperativ-ökologisches 
Fliessgleichgewicht (Erwachsenenphase) im Alltag gefunden bzw. erreicht. 
Jede Lebensform nischt sich dabei auf ihre eigene kooperativ-ökologische 
Weise in die Vielfalt ein oder kollabiert in der kooperativen Vielfalt und 
verliert dabei ihre Eigenart bzw. biologische Existenz.

In einer kooperativen Reife- und Findungsphase entstehen den Individuen 
der jeweiligen Population oft neuen Eigenschaften und neue Fähigkeiten. 
Der   existentielle   Druck   auf   die   Individuen   einer   Population   mit   dem 
Umgebungssystem im Moment erfolgreich kooperieren zu müssen bzw. zu 
dürfen,   ist   in   Sättigungsphasen   besonders   hoch.   Das   Wissen   um   die 
zunehmende Bedeutsamkeit von Kooperationsprozessen bei der Entstehung 
von   ökologischen   Fliessgleichgewichten   ist   bereits   aus   der 
Populationsökologie und Systemtheorie bekannt. Wir können uns also nun 
selbst in unserer Entwicklung beobachten und reagieren. Wir können diese 
Entwicklung bewusst rückkoppeln und aussöhnen. Wir sind in der Lage 
notwendige Eigenschaften und Fähigkeiten zu fördern. Es werden geistige 
Fähigkeiten   sein   müssen,   neue   Einstellungen   zu   sich   selbst,   zum 
Mitmensch und zur Umgebung im Alltagsmoment.

Viel Freude nun beim Lesen, Erleben & Tun –   Ihr Autor Kendy John 
Kretzschmar. Mai 2008

Was wird dir geboten

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