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H A N D B U C H   D E S   B E W U S S T WA N D E R N S   O N L I N E

Fragen  und  erforscht  sich  selbst,   es   will   wissen  und  weniger   glauben 
müssen,   es   macht   sich   sogar   Sorgen   um   das   Klima   der   Erde.   Das 
folgerichtig-rationale   Wissen   explodierte   in   den   letzten   Jahren,   es 
verdoppelte sich immer schneller. Wir haben die Vielfalt regelrecht geistig 
aufgefressen, enorm viel Energie verbraucht. Dabei ist unser Nervensystem 
gern faul, will tief verbunden sein, will sich erfüllt und geborgen fühlen und 
nicht folgerichtig-rational genervt. Es will aber auch freiwillig sein und will 
seine   eigenen   Vorstellungen   verwirklichen...   unabhängig   sein,   sich   in 
Sicherheit wissen, ein Basis, einen Sinn unter all den Details erkennen.

Letztlich   sind   wir   nun   eine   biologische   Art,   die   sogar   ihre   eigene 
Populationsentwicklung   und   Einnischung,   d.h.   ihre   Evolution   bewusst 
erleben, negativ oder positiv rückkoppeln und aussöhnen kann. Heute leben 
wir also durchaus auch in einer bedeutsamen Zeit und uns sollte es nicht 
langweilig  werden. Wir   kommen  an  die  Grenzen  und  da  kann  einiges 
passieren. Hier einige Zukunftsvarianten:

Kollaps (siehe Abb. 2 – Variante 1) und schlimmster Fall bzw. die 

Pechvariante:   Wir   schaffen   es   nicht   mehr   miteinander   und   mit 
unserer   Alltagsvielfalt   zu   kooperieren.   Globaler   Kollaps   durch 
Ressoucenknappheit   und   Chaos   oder   Atomkrieg, 
Superklimakatastrophe

 

(Pech

 

durch

 

Supervirus, 

Supervulkanausbruch, usw.)... und kein Mensch überlebt.

Kinder, Kinder, das war eng! Kollaps (siehe Abb. 2 – Variante 2) aber 

Glück  im  Unglück:  Einige  von  uns  haben  Glück  und  überleben 
durch Zufall den Kollaps. Uns passiert das so wie jeder anderen 
biologischen Art, die in der Vergangenheit solch einen Kollaps noch 
unbewusster durchstehen musste. Die Art Mensch erholt sich nach 
dem   Kollaps   langsam   und   dann   immer   schneller   und   kommt 
irgendwann   wieder   an   Grenzen.   Wir   werden   dann   irgendwann 
wieder von wachstumsbegrenzenden Faktoren zur Kooperation mit 
der Alltagsvielfalt „gezwungen“.

Pubertät und Jugendzeit – die Vernunft kommt nach dem Streit! (siehe 

Abb. 2 – Variante 3) Erst die Krise, dann das Vergnügen: Diese 
Variante   wäre   vielleicht   „typisch   Jetztmensch“.   Vorteile   und 
Notwendigkeit  eines  kooperativ-ökologischen Alltagsbewusstseins 
bzw.   die   Vorteile   einer   bewussten   Kooperation   mit   unserer 
Alltagsvielfalt leuchten uns erst in einer kommenden globalen Krise 
so richtig ein. Viele schaffen dann doch noch den Schritt ins gute, 
ganzheitlich-freie Alltagsleben... und haben der Evolution doch noch 
respektvoll und bewusst die Hand gereicht. Wir geben unser Wissen 
unseren   Kindern   als   Hausaufgaben  mit  und  leben  ihnen  unsere 

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