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H A N D B U C H   D E S   B E W U S S T WA N D E R N S   O N L I N E

der Lehrerin lies Ihn und seinen Gedankenspielen den nötigen Freiraum. 
Und da war er plötzlich – ein schöner, inspirierender Gedanke! Es waren 
lediglich einige aktive Wirkeinheiten seines Nervensystems und noch dazu 
ein   Produkt   der   Phantasie.   Der   Schüler   aber   sah   deutlich   in   seiner 
Vorstellung ein kleines „universales geistiges Enzym“. Dieses besondere 
Enzym   konnte   dem   Besitzer   viele   bewusste   Reaktionen   und   auch 
Entscheidungsfindungen im Alltag erleichtern. Und doch konnte es selbst 
als   vernünftiges,  universales   geistiges  Enzym  dauerhaft  und  lebenslang 
unverändert bleiben.
Es war gerade die Zeit der politischen Wende in Ostdeutschland um das 
Jahr 1990 und so katalysierte das kleine universale geistige Enzym in der 
Phantasie des Schülers nicht nur gewöhnliche Situationen des Alltags im 
Nervensystem,   sondern   dockte   auch   an   alle   möglichen   Ideologien, 
Gedanken, Emotionen und Vorstellungen ohne Probleme im Alltag an, half 
Sie  in  Ihre  Grundbausteine  zu  zerlegen,  ermöglichte  ein  Erkennen  und 
Verstehen auf der Sachebene, eröffnete neue Blickwinkel und nahm positiv 
Einfluß   auf   nötige   Verhaltensreaktionen   oder   half   beim   vernünftigen 
Umgang mit eigenen und fremden Gedanken und Emotionen. Denn es war 
ja lediglich ein hilfreiches Enzym und auch wenn es ein geistiges Enzym 
war, verhielt es sich doch wie jedes anständige Enzym – dann sollte es auch 
dargestellt  werden  können  –  dachte  sich  der  Schüler.  Der   Schüler  war 
davon   begeistert.   Er   war   einige   Jahre   danach   noch   begeistert.   Alle 
Bausteine dieses universalen geistigen Enzyms wurden mit viel Geduld und 
Liebe im Alltag und in einer Arbeitszeit von ca. 18 Jahren ausgesucht oder 
entwickelt,  erprobt  und  abgestimmt.  Grundlage  der  Forschungen  waren 
natürlich  das   Literaturstudium,  vertiefende  Studien  in  der  Biologie  und 
Ökologie,   Systematiken,   der   ständige   Erfahrungsaustausch   und   das 
Alltagsexperiment,  auch  Zufälligkeiten  spielten  eine  gewisse  Rolle  und 
wertvoll war die Beobachtung anderer Menschen im Alltag und vor allem 
die Suche über mehrere Jahre. Hobby und Lebensalltag, Beruf, später auch 
Familienleben bildeten über die Jahre mit der lebendigen Forschungsarbeit 
eine Einheit... 
Da   das  letztlich  erfolgreich  hergestellte,  universale  geistige  Enzym  auf 
genetischem  Wege   nicht   vererbbar   und   vermehrbar   war,   verfaßte   der 
Schüler in den letzten 8 Jahren seiner Lehr-, Wander- & Forschungszeit ein 
Werk. Dort wurden die nötigen Schritte zur Herstellung dieses geistigen 
Enzyms   für   jeden   Mensch   folgerichtig-rational   nachvollziehbar 
niedergeschrieben.
Nun lag es in der Lebensfreiheit jedes Lesers und jeder Leserin dieses 
geistige Enzym für sich im Alltag ins eigene Bewusstsein zu heben, um sich 
so   mit   der   Vielfalt   und   Veränderlichkeit   des   Alltags   lebensleichter 

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