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H A N D B U C H   D E S   B E W U S S T WA N D E R N S   O N L I N E

Einigkeit,   einen  inneren  Frieden,  ein  Geborgenheit  in   der   Vielfalt   und 
Veränderlichkeit   seines   alltäglichen   Umgebungssystems.   Ohne   zu 
übertreiben   wird   ein   solcher   Mensch   gemeinsam   mit   seinem 
Umgebungssystem auch materiell für sich sorgen können oder in vielerlei 
Art und Weise beschenkt werden. Was gibt es schöneres als sich selbst 
nach den Kinder-, Lehr- und Wanderjahren mit solch einem Geschenk zu 
bescheren? Was können wir besseres für uns und unsere Kinder tun, als 
diesen Weg der bewussteren Rückkopplung und Aussöhnung im Alltag zu 
leben?

Jeder   Lebensmoment   eines   Menschen   ist   ein   Bestandteil   seines 
Lebensweges.  Jeder  bewusste  menschliche Weg  ist  in  gewisser Weise 
durch  den  individuellen Tod  begrenzt.   Doch  bleiben  wir   nachweisbar 
immer auch Bestandteil unseres globalen Umgebungssystems, natürlich 
sind   wir   dann   Bestandteil   in   anderer   Form.   Wir   sind   dann   z.B. 
Bestandteile unseres geliebten Bodens, unserer geliebten Atmosphäre, der 
wunderbaren   Vielfalt   und  Lebewelt   unseres   Planeten.  Auch   sind   wir 
durchaus noch nach dem Tode im Umgebungssystem wirksam. Das sind 
Fakten   und   auch   erste   hoffnungsvolle   folgerichtig-rationale 
Gedankengänge,   Lichtblicke   jedes   ganzheitlich-frei   denkenden 
Nervensystems. Die Tatsache des kommenden   individuellen Todes gibt 
jedem Lebensmoment und auch den kleinsten bewussten Erlebnissen des 
Alltags eine tiefe Bedeutsamkeit und Spannung, aber gleichzeitig auch 
immer wieder eine tiefe Entspannung und Gelassenheit. Denn wohin wir 
auch   gehen,   wir   sind   bereits   da,   eben   hier   im   Moment   auch   im 
Umgebungssystem und in seiner veränderlichen Vielfalt daheim und dies 
auch   nach  dem  Tode  immer  noch  in   anderen   Formen.  Wir   sind  und 
bleiben immer auch „Eins“ mit unserer Umgebung. Was wir allein nicht 
lösen   können,   vermag   jeder   von   uns   gemeinsam   mit   seinem 
Umgebungssystem. Mit etwas Übung lässt sich eine subtile Schönheit, 
eine   gewachsene   Ganzheit   hinter   all   der   unmittelbar   wirksamen 
Umgebungsvielfalt  im  Erlebnismoment  erkennen  und  empfinden,  diese 
Schönheit   wächst   in   unserem   Nervensystem   aus   den   unzähligen 
bewussten Erlebnissen in denen man mit den Dingen der Vielfalt bewusst 
folgerichtig-rational   verbunden,   bewusst   emotional-assoziativ 
verschmolzen und bewußt ganzheitlich-frei eins war.

Der   geschmeidige  Umgang   mit   komplexen   Systemen  bzw.   komplexen 
Beziehungsgefügen im Alltag und die immer wieder nötige Aussöhnung 
will gelernt sein und fordert zumindest eine gewisse „bluesige Vernunft“, 
den   bewussten   und   harmonischen   Einsatz   aller   vorhandenen 

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