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H A N D B U C H   D E S   B E W U S S T WA N D E R N S   O N L I N E

hat sich der Spiegel selbst erkannt im andern und Vielfalt selbst erkannt 

in Vielfalt. Aussöhnung – die kennen wir ja schon in der Tat und sei 

gewiss, wenn du deine Antwort oder Frage, deine Zweifel, deine  

Ehrlichkeit, deine Beharrlichkeit zu meiner stellst... 

König: A ja, entschuldige bitte meine Ungeduld!

(Prinz sieht wieder auf sein Tellerchen und liest:)

 

Wo bleibt das Individuum? 

Wo bleibt das Du, das Ich? 

Ist alles WIR?

Nun, sagen wir – Es findet sich! 

Bleibt auf der Strecke! 

Kein Problem!

Ach! Auf der Strecke, dass klingt nicht schlecht! 

Bleibt also auf dem Wege, so Tag für Tag.

Ein Wanderer auf seinem Wege, Erlebnisse, verschieden SEIN.

Ja, gar nicht schlecht! Ich könnt’s nicht besser sagen mit dem WORT.

Und eines ist das Wörtchen SEIN und wandert seit dem immer mit. Wohin 

wir gehen, wir sind schon da!

Wohin du auch gehst, du bist bereits da!

Lebendig still und vom Moment erfüllt, singt’s und klingt’s. 

Doch es ist mehr, als Worte jemals fassen könnten.

König: Und nun genug für unsere »Gemeinschaft«, die sich noch halb, 

zuviel im WORTE und am BUCH (ver)sucht! Die Vielfalt wartet.

(König und Prinz sehen gemeinsam auf ihre geputzten goldenen  

Tellerchen:)

*Unsere folgerichtig-rationale Antwort:

 – Ja und Nein! Und Ja. 

Wir können uns 

rational-folgerichtig denkend, emotional-assoziativ denkend, 

letztlich ganzheitlich-frei denkend 

erleben und erkennen!

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