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H A N D B U C H   D E S   B E W U S S T WA N D E R N S   O N L I N E

früher, liegt auch heute das Glück eines Wanderers noch immer auf der 
Strasse und dem Weg.

Autor: Aha! Wie fühlst du dich so als Leitbild?

Wanderer:   Nun,   wenn   ich   mich   nicht   gerade   an   meine   eigene 
Ausbildungszeit RW-mäßig erinnere, um mich in euch hineinzuversetzen, 
um verständlich für euch zu sein, ist das Leben unbeschreiblich und was 
noch nicht in Ordnung ist können wir ja gemeinsam aussöhnen.
Wie es sich später bei euch anfühlt, kann niemand wissen. Ich fühle mich 
gerade prima als euer Leitbild, denn ich bin ein wenig stolz darauf (k)eins 
zu sein, denn es gibt (k)eine konkrete Lehre des Bewusstwanderns. Die 
Erlernung  der  Kunstfertigkeiten  und  Regeln  des  Bewusstwanderns,   die 
Ausbildung eines Nervensystems, einer Körpereinheit bleibt zum Glück 
immer bewusst dem einzelnen Nervensystem überlassen und ist immer ein 
großes persönliches Abenteuer. 
Das   Leben   ist   nicht   RW-mäßig   vollständig   berechenbar,   emotional-
assoziative   Gedanken   und   ganzheitlich-freies   Denken   entziehen   sich 
weitgehend dem Wort – die Ausbildung benötigt nicht nur eine Woche oder 
einen  Monat   –   nun  das   reicht   schon  vorläufig  –   die Ausbildung  wird 
sicherlich sehr individuell bleiben und immer individuelle Wege gehen. 
Wenn ihr beruflich mit vielen Menschen zusammenarbeiten müsst oder das 
langjährige  Hobby  »Mitdenken  und  Mitempfinden«  habt,   dann  seid  ihr 
auch sicher schon eine gute Strecke der Ausbildung gegangen und es ist 
nicht mehr weit zum lebendigen Wanderfrieden und der ganzheitlich-freien 
Lebensweise.
Ich habe erkannt, dass meine Gedanken all das Leben nicht denken können. 
Und ich fühle, dass meine emotional-assoziativen Gedanken all das Leben 
und die Vielfalt nicht empfinden können. Ich habe auch nach ganzheitlicher 
Befriedigung  gesucht  und  nie   gefunden.  Ja   –   aber   dann  –   in   all   der 
Lebendigkeit des Umgebungsmomentes und der freien Verspieltheit meiner 
tatsächlichen und bewussten Rückkoppelungs- und Aussöhnungsaktionen, 
öffnete sich ein breiter, klar strahlender Erlebnishimmel und das duftende 
Meer der Vielfalt glättete sich ganzheitlich-frei, genüsslich, lebendig still, 
äußerlich wohl kaum bemerkt.
Ihr lernt sicher die Grenzen eurer RW-Arbeit und EW-Arbeit im Alltag zu 
akzeptieren,   und   ihr   nutzt   bald   vernünftiger   diese   beiden   Welten   des 
bewussten Denkens. 
Es beginnt euch dann sicher bald zu dämmern, was das ganzheitlich-freie 
Denken  ist,   was   es  bedeutet,  wie  es   zu   erreichen  ist,   sich  erlebt,   wie 
verschieden es »gefühlt« werden kann, wie verschieden und millionenfach 

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