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H A N D B U C H   D E S   B E W U S S T WA N D E R N S   O N L I N E

Wir erwachen jeden Morgen und halten die Augen noch geschlossen. Wir 
»betrachten« zuerst unsere innere Wohnstatt. Dabei geben wir auf unsere 
emotional-assoziativen Gedanken acht (EW-Arbeit), bzw. versuchen wir 
unser   »Zuhausegefühl«  bewusster   wahrzunehmen.  Wir   beobachten  uns 
auch, wie wir uns zu Hause in unserer Privatwohnung beim Wohlfühlen 
verhalten,  wie  und  wann  und  was  wir   am  liebsten  zu  Hause  tun. Wir 
versuchen   herauszufinden,   was   es   gerade   ist,   was   unser   Zuhause   so 
gemütlich   macht.   Nun   das   waren   die   Spielvorbereitungen   unserer 
Körperzellenkooperationsgemeinschaft.
Das   Spiel   beginnt   sobald   wir   vor   unsere   »Wohnung«  treten   und  wir 
versuchen, alles was da ist mit unserem »privat-intimen Wohnzimmerblick« 
zu betrachten. Wir lernen unsere neue Wohnung, unsere Umwelt kennen! 
Wir betrachten unsere Umgebung vor der Haustür, so wie jene dahinter. 
Wohn- und Lebensfläche meiner neuen Überallwohnung: mehrere hundert 
Millionen Quadratkilometer. Miete: keinen müden Euro! Nun wandern wir 
durch die Vielfalt und wir versuchen dieses »Zuhausegefühl« zu bewahren 
oder   wiederzufinden.   Wir   lassen   uns   nicht   von  der   Größe   des   neuen 
Weltzimmers beeindrucken, schließlich sind wir schon öfters dieser Vielfalt 
begegnet und sie ist ein Teil von uns.
Na, nun schauen wir uns mal um – dieses kleine Zimmer, aus dem wir eben 
kamen,   sieht   aus   wie   eine   »Speisekammer«   oder   doch   eher   wie   ein 
Mauseloch.   Wir   schauen  wieder   nach   vorn   –   in   einer   so   geräumigen 
Wohnung gehört es natürlich auch dazu, dass wir uns erst einmal durch alle 
Ecken und Zimmer führen, und uns so wie zu Hause bewegen und es uns 
wie zu Hause gemütlich machen. 
Wenn wir nicht mehr fühlen, ob drinnen draußen oder draußen drinnen ist 
und drinnen genauso vielfältig und gemütlich ist wie draußen, dann haben 
wir uns in unseren Wohnungen richtig eingelebt und das Spiel »Daheim« 
hat seinen Zweck im gemeinsamen Leben mit der Vielfalt erfüllt. Wie und 
wohin wir auch gehen – wir sind und bleiben zu Hause und sind bereits da! 
Am   besten   eignen   sich   zur   anfänglichen   Wohnungsbesichtigung   die 
Erlebniswanderungen und die RW-Erkundungswanderungen (siehe auch im 
zweiten Buch). 

Spielvariante:   Das   Spiel   »Stille«.  Dieses  Spiel  ist   einfacher  nicht  zu 
spielen und es kann überaus interessant werden. Aber es ist wie mit dem 
Fasten.   Einfach   Bedeutsames   und   Liebgewonnenes   oder   Gewohntes 
wegzulassen, bedarf in der Praxis einiger Übung und viel Vertrauen.
Das Spiel beginnt damit, dass du versuchst, einfach nur stumm zu sein, 
nichts zu sagen, jedoch wahrzunehmen und zu erkennen, was dir die Stille 
für   Spielmöglichkeiten   bietet.   Die   große   Wirkung   der   schon   früher 

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