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H A N D B U C H   D E S   B E W U S S T WA N D E R N S   O N L I N E

rational-folgerichtig erleben bzw. verarbeiten.
2. Gang –  das emotional-assoziative Denken/ bewusste EW-Arbeit = 
schnell  Fahren  bzw.   mehr Vielfalt   auf  sich  wirken  lassen  oder Vielfalt 
emotional-assoziativ erleben bzw. verarbeiten. 

Das Umschalten kannst du auch bewusst steuern und zwar mit deinem 
Metawerkzeug, dieses kannst du auch Umschaltwerkzeug nennen.

Noch eine Verbindung zum Radfahren. Bist du gut mit der Umschaltung, 
dann passt du die Gänge dem Gelände an und hast eine ruhige, zufriedene 
Fahrt,   egal  wie  schnell  die Vielfalt   an  dir  vorbeirauscht.  Oder  anders: 
Willst du immer schneller durch die Vielfalt fahren, musst du schalten, 
sonst übertourst du dich, kommst an eine ungemütliche Grenze mit deinem 
1. Gang und riegelst früher oder später ab. Bis auf Extremsituationen ist 
das Problem im Alltag also nicht die Vielfalt und Veränderlichkeit deiner 
Umgebung, die auf dein Nervensystem einwirkt, sondern das Problem liegt 
im »Nicht- Umschalten-Können«, im »Zu-spät-in-die-Gänge-kommen«. 
Vom   rational-folgerichtigen   Gedanken   zum   emotional-assoziativen 
Gedanken und wieder zurückschalten... Diese Vorstellung, dieses Gleichnis 
entspringt   natürlich   der   RW-Arbeit,   bzw.   dem   rational-folgerichtigen 
Denken. 
Das Fahrradgangschaltungsbeispiel kann dir vielleicht nützlich sein, gerade 
für deine ersten bewussten MW-Anwendungen während deiner bewussten 
Rückkoppel-Aussöhnarbeit.   Hast   du   die   Vielfalt   und   Veränderung   der 
eigenen   rational-folgerichtigen   und   emotional-assoziativen   Gedanken 
erlebt?   Konntest   du   der   ewig   gleichen  Vielfalt,   ihren   Variationen  und 
Veränderungen bis hierher folgen? Sei ehrlich zu dir selbst und denke nach, 
meditiere. Selbst bis hierher zu lesen, ist nicht ganz unverrückt. Denk nach 
über   Verrücktheit,   vor   allem   im   Zusammenhang   mit   bewusster 
Rückkopplung und Aussöhnung! Denke über das »neue Verhalten« von dir 
nach.   Bewusst   zwischen   rational-folgerichtigem   und   emotional-
assoziativem   Denken   umschalten   zu   können,   bedeutet   den   Weg   zum 
ganzheitlich-freien  Denken  einzuschlagen.   Umschalten   heißt   verrücken, 
verändern, loslassen und neu erfassen und wieder neuartig, wirkungsvoll 
verbinden,  sich  wieder   neu  zurechtfinden,  fussfassen.   Wer   schon  beim 
ersten Mal »Verschalten und Absaufen« das Handtuch wirft, ist eben raus 
aus der Fahrschule. Aber auch 70-jährige dürfen (sich) noch (er)fahren, 
schalten, verrücken, versuchen, geduldig sein! Nutze den Tag, nutze die 
Nacht! Der bewusste Einsatz deiner drei geistigen Werkzeuge, auch im 
Zusammenhang mit dem Bewusstwanderzyklus kann eine Revolution im 
Alltagleben und in jedem Lern-, Erziehungs- oder Ausbildungsprozess sein.

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