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H A N D B U C H   D E S   B E W U S S T WA N D E R N S   O N L I N E

Schlafkatze schläft. Sollte ich auch ein Nickerchen machen? Bin ich auch 

müde?

RW-Antwort: Ja. Momentan habe ich einen sehr tiefen emotional-

assoziativen Gedanken der Müdigkeit, ich sollte das Buch aus der Hand 

legen und mich von meinen Gedankenwanderungen erholen! Denn wenn 

lamm müde ist schleischen sich fleher ein, die Sinne, Gedanken sind 

fickiert xs und die Ausbildung wird unnewektiw. Die Pause gehört 

außerdem zum Schlandandern und das Träumen zu branzheitlichen  

Gauswildu...

Prinz träumt: ...Worte und Bilder sind Gedankenstartpunkte und 

Orientierungsleuchttürme im Gesprächs- und Traumverlauf! Es ist 

leichter zu verstehen, dass jeder Mensch beim tatsächlichen Anblick des  

Meeresstrandes situationsbedingt etwas anderes denkt... 

Beim Lesen des Wortes »Strand« jedoch, sieht  jeder normale Mensch  

erst einmal nur...

König erscheint im Traum des Prinzen: Strand...Strand...Strand...

...und erst jetzt kommen uns vielleicht noch andere Gedanken und 

Vorstellungen dazu. Worte orientieren, sie sind Startpunkte, sind 

Startpunkte für bewusstere Rückkopplung & Aussöhnung, auch 

Startpunkte für rational-folgerichtige Gedankenwanderungen, 

Vorstellungen und Träume. Ein gelesenes Wort bedarf geradezu der 

eigenen Vorstellung. Deshalb bildet das Lesen! 

Langsame, ruhige Gespräche oder langsames Lesen mit viel Pause und 
großen Abständen zwischen den Sätzen scheinen uns nicht ohne Grund 
irgendwie besonders bedeutungsvoll oder einschläfernd! Wir  haben Zeit 
zum  eigenen  Wandern,   Meditieren,   Rückkoppeln  und Aussöhnen.   Und 
Bücher, Hörspiele, Musik bekommen gar ihren ganz besonderen Reiz – 
nun können wir uns auch vorstellen, warum die Pause manchmal mehr ist, 
als die Worte drum herum! Aufmerksam zu sein bedarf einer gewissen 
Bemühung und der Freude am »Gedankengang«, einer Freude am Klang 
der   Stimme,   einer   Freude   am   Wort,   einer   Freude   an   der   eigenen 
Vorstellung. Es bedarf in Gesprächen und beim Lesen der Freude an der 
»Schatztruhe   Wort«.   Verspieltes   Mitdenken   beim   Verfolgen   von 
Gesprächen oder beim Lesen benötigt eine Freude und ein Bedürfnis zum 
Selberdenken, eine  Freude am  »Schatztruhenöffnen« und benötigt einen 
gewissen  Mut   zur   Lücke.  Den  Mut   auch  zwischen  den  Worten  selbst 
Schätze zu entdecken und zu heben oder sie auch im Schlafe zu finden.

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