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H A N D B U C H   D E S   B E W U S S T WA N D E R N S   O N L I N E

»Garnichtsland«   herum   oder   verlassen,   als   Spielball   der 
Umgebungssituationen.   Hinzu   kommt  das   so   genannte  »Phänomen  der 
sinnvollen  Zufälle«.   Zugegeben,  dass   klingt   nach   einer   Erfindung  von 
Cäpt’n Blaubär und Hein Blöd! Da es auch noch dazu weitestgehend den 
herkömmlichen,  rational-folgerichtigen Verstand  und  damit  die  rational-
folgerichtige   Vorstellungs-,   Erfahrung-   bzw.   Wahrnehmungswelt   eines 
Mitmenschen übersteigt, verspricht das Ganze nicht gerade viel Hilfe und 
Sicherheit   zu   bieten.   Es   ist   nicht   die   Aufgabe   dieses   Buches,   eine 
schlüssige   Erklärung   für   diese   «Phänomene   und   sinnvollen   Zufälle« 
während der Ausbildung zum ganzheitlich-freien Denken zu geben. Hier 
soll es lediglich nochmals erwähnt sein, da es in der Ausbildungspraxis 
regelmäßig erlebt wird, und du fast automatisch darauf stößt und es dir sehr 
effektiv helfen kann, die Ausbildungszeit zu verkürzen. 

Die Ausbildung deines Nervensystems führt dich auf eine Wanderung, bei 
der  du  mit  jedem  Schritt  neue,  bisher  unbekannte  Erlebnisse  mit  Hilfe 
deines   Nervensystems   und   mit   Hilfe   deiner   Umgebung   machst.   Das 
erfordert natürlich Mut und Neugier und Vertrauen in die eigenen bereits 
erworbenen Fähigkeiten und in das Leben – die Vielfalt und Veränderung 
an sich. 
So   ist   es   auch   sicher   bei   dem   Ausbildungssprung   zum   Trittstein 
»Selbstständig, Arbeitsfrei und immer schön im Wüstenstil«. Wenn du dann 
springst, ist es immer ein Sprung ins Ungewisse, egal wie gründlich die 
Vorbereitungen  waren,   wie   schlau   die   Bücher,   wie   gut  die   emotional-
assoziativen Gedanken beim Anlauf. Wenn du nicht mehr weiter weißt, 
dann erinnere dich an den Bewusstwanderzyklus. Du lernst auf dem dritten 
Ausbildungsabschnitt auf deine unmittelbaren rational-folgerichtigen und 
emotional-assoziativen   Gedanken   einzugehen,   Sie   rückzukoppeln   und 
auszusöhnen. Der  nächste Rückkoppel- und Aussöhnschritt ist  natürlich 
trivial und gleichzeitig auch kompliziert, leicht und schwer zugleich. Er ist 
was er ist. Der nächste Schritt ist immer ein rational-folgerichtiger oder 
emotional-assoziativer Gedanke und oft genug auch beides. 
Deine Gedanken ins Bewusstsein zu heben, ihn bewusst Rückzukoppeln 
und Auszusöhnen, dass ist dein Job. Vielleicht ist es ein Hungergedanke 
oder ein anderes Bedürfnis deiner Körpereinheit oder der Gedanke an den 
nächsten Termin oder das Bedürfnis eine neue Landschaft zu durchlaufen... 
deinen Beruf zu wechseln, deinem Freund ein paar Blumen zu kaufen... den 
Kindern beim Anziehen zu helfen... in die Kaufhalle zu gehen und zuvor 
noch eine Überweisung zur Bank zu bringen. Vielleicht ist es gerade der 
Gedanke »an alles gedacht zu haben« und du bemerkst die Vöglein auf dem 
Gartenlindenbaum zwitschern und du denkst... deinen nächsten bewussten 

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