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H A N D B U C H   D E S   B E W U S S T WA N D E R N S   O N L I N E

bewusst sein, was du immer auch unbewusster gerade bist. Du bist und 
bleibst   ein   Teil   deiner   Umgebung   und   ihrer   rational-folgerichtig   nur 
begrenzt   fassbaren   und   erlebbaren   Vielfalt.   Dein   Umgebungssystem 
»passiert«   immer  im  Moment  und  ohne  doppelten  Boden,  es   lebt   und 
passiert dort zeitfrei, mit höher Geschwindigkeit und doch auch gleichzeitig 
mit  unvorstellbarer   Geduld  und Ausdauer   und  diese  Vielfalt   lässt   sich 
ganzheitlicher  und  immer  wieder  in  ihrer  lebendigen  Beziehung  zu  dir 
bewusst entdecken.
Dein   Umgebungssystem   hat   bestenfalls   einen   leicht   humorvoll-
ermunternden »Sinn« für das kooperative Leben. Dieses positive, bewusste 
Erfahren   deiner   Umgebung   und   ihrer   unmittelbaren   Veränderungen 
begründet sich natürlich auf deinen positiven rational-folgerichtigen und 
liebevollen   emotional-assoziativen   Rückkopplungen  und  Aussöhnungen. 
Diesen Teil eurer bewussten und  ganzheitlichen Kooperation  kannst  du 
absolut frei gestalten. 
Du hast die Freiheit diesen Sinn, dieses »Wesen der Vielfalt« liebevoll, 
geduldig und freudebetont und freiwillig kennen zulernen oder früher oder 
später auf einem unbewussteren Weg durch Leid- und Grenzerfahrungen 
wiederholt   auf   dieses   bewusste,   dieses   lebendige   liebevolle, 
gleichberechtigende,   kooperative   »Wesen«   der   Vielfalt   aufmerksam   zu 
werden. 
Der   alleinig  rational-folgerichtige  Nachweis  dieses Wesens  bzw.   dieses 
Sinns oder Bewusstseins der Vielfalt wird und muss im Moment scheitern, 
denn   dieses   Bewusstsein   hat   für   jeden   Menschen   auch   emotional-
assoziative und ganzheitlich-freie Wesenszüge und der Beobachter oder 
»Nachweiser« wird, ohne sein bewusstes Nervensystem ganzheitlicher zu 
gebrauchen,   nicht   einmal   für   sich   selbst   einen   weniger   verzwickten 
folgerichtig-rationalen Nachweis führen können. Auch eine »ganzheitlich-
freie Wahrheit« ist weder einfach noch kompliziert. Auch sie ist. Es ist im 
ganzheitlich-freien Sinne bzw. Denken nicht nötig zu unterscheiden, ob da 
draußen und da drinnen ein Bewusstsein existiert oder nur da draußen oder 
nur da drinnen. Der ganzheitlich-frei denkende Mensch wird im Erlebnis 
ohnehin   diesen,   dem   rational-folgerichtigen   Denken   innewohnenden 
»Unterscheidungszwang« mit  tiefer Freude  und  Demut im Moment, als 
nicht immer nötig, als nicht immer ausreichend wesentlich, als nicht immer 
ausreichend  vernünftig,  als   nicht  immer  ausreichend  sinnvoll,  als   nicht 
immer ausreichend liebevoll, als nicht immer ausreichend wirkungsvoll... 
erkennen.

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