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H A N D B U C H   D E S   B E W U S S T WA N D E R N S   O N L I N E

Die Beobachtung deines Schlafverhaltens und deiner Trauminhalte bieten 
besondere Möglichkeiten, um für dich selbst zu beurteilen, wie ausgesöhnt 
du mit deinem Leben bist. Träume sagen dir in ihrer Gesamtheit besonders 
deutlich wie positiv und konfliktfrei du deiner Umgebung oder Teilen davon 
gegenüberstehst, oder wie lebendig du mit ihnen Verbunden bist oder sein 
könntest. Dir kann es passieren, dass du im Traum weinst und darüber 
aufwachst. Dir  kann es passieren, dass du im Traum aus ganzer Seele 
heraus   lachst   und   darüber   aufwachst!   Träume   können   auch 
Visionscharakter haben, sie können dir einen neuen Rückhalt bieten, dich 
neu   Orientieren   oder   dich   auf   ungelöste   Konflikte   deiner  Ausbildung 
hinweisen. 
Trauminhalte im Schlaf oder im Wachzustand bewusster rückzukoppeln 
und auszusöhnen und selbst zu entscheiden ob gleichnishafte, symbolische, 
direkte Sinnzusammenhänge zu deinem Alltagsleben bestehen oder etwas 
dran ist an deinen Träumen und ihren Inhalten, dass ist grundsätzlich im 
Sinne der Ausbildung zum ganzheitlich-freien Denken. Vor allem wenn sich 
Trauminhalte   öfters   wiederholen   und   ähneln,   dann   ist   meist   deine 
bewusstere Auseinandersetzung und Aussöhnung damit günstig. Sind deine 
nächtlichen  Erlebnisse   im   Schlaf   positiv,   dann   darfst   du   sie   natürlich 
einfach nur geniessen. Es liegt ein bedeutsamer Reichtum im Schlaf. 
Die Schlaffreiheit (siehe auch in Schule der Aussöhnung, zweites Buch) 
begünstigt   und   beschleunigt   die   Ausbildung   des   ganzheitlich-freien 
Denkens   enorm.   Dabei   ist   Schlaffreiheit   nicht   mit   Schlaflosigkeit   zu 
verwechseln.

Zeitfreiheit erleben

Über   die   bewusste   Rückkopplung   und   Aussöhnung   kannst   du   eine 
Zeitfreiheit   in   Alltagsituationen   bewusst   erleben.   Du   kannst   zeitfreie 
Momente   dann   besonders   intensiv   und   einfach   erleben,   wenn   dein 
tatsächliches Leben und seine Verbindlichkeiten stärker Momentorganisiert 
sind. Das heißt in Kurzform: Du tust immer nur genau das, was im Moment 
ansteht! Wenn du isst, dann isst du... wenn du trinkst, dann trinkst du... 
wenn du hilfst, dann hilfst du... wenn du arbeitest, dann arbeitest du. Diese 
Lebensweise   während   der  Ausbildung   erfordert   sehr   viel   Selbst-   und 
Momentvertrauen, Mut zum Moment, aber sie ist der Bewusstwerdung des 
ganzheitlich-freien Denkens förderlich. In dieser Lebensweise entwickeln 
sich Lebensrythmen über die Zeit ganz von allein, natürlich und ehrlich von 
Moment zu Moment. Du stehst dem Lebensmoment existentieller, ohne 
Puffer,   seelennackiger  gegenüber.  Du  kümmerst  dich  besonders  um  die 

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