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H A N D B U C H   D E S   B E W U S S T WA N D E R N S   O N L I N E

Fuß auf die erste Leitersprosse stellt, da rief ich ihm leise zu. Er schaute 

aufwärts und fragte: „Sitzt schon jemand an?“ und ich entgegnete leise: 

„Ja“. Der Waldmann ging dann leise und rücksichtsvoll weiter. Ich hatte  

mein erstes unvergessliches, außergewöhnliches Erlebnis. 

Es sollte nicht bei diesem einen außergewöhnlichen Traum-Wacherlebnis 

bleiben. Ich hatte dieses Erlebnis das erstel Mal in der Zeit, in der ich  

auch mit dem bewussten, meditativen Rückkoppeln & Aussöhnen 

experimentierte und bereits einige Übung mit meinen drei geistigen 

Werkzeugen hatte.

Prinz: Na ja fast unglaublich!

 
Solche Träume werden nicht in jeder Nacht die Normalität sein, aber die 
Kunst des bewussteren Träumens bzw. Schlafens kannst du jede Nacht 
üben!   Versuche   meditativ   einzuschlafen   (wie   z.B.   in   der   Schule   der 
Aussöhnung »Erlebtes ins Meer der Vielfalt einbinden« beschrieben). Mit 
geduldiger Übung schaffst du nach einigen Wochen bis Jahren bewusst eine 
»entspannte Mitte« im Schlaf zu finden. Es ist am Anfang eine sich immer 
wieder   in   die   ein   oder   andere   Richtung   ablenkende   Gradwanderung 
zwischen   unterbewussten   Schlaf,   bedeutungslosen   und   bedeutsamen 
Traumsequenzen,   bewusster   Meditation   mit   bewusst   herbeigeführten 
Imaginationen bzw. Vorstellungen, zufällig aufkommenden Imaginationen 
und   Vorstellungen,   unmittelbaren   Umgebungsreizen   (Draussenschlafen 
empfohlen) und unbewussten bis bewusst wahrgenommenen Bewegungen 
und Körperreaktionen (wie sie auch bei unbewusster schlafenden Personen 
beobachtet werden können z.B. Augenrollen, Zähneknirschen, Schnarchen, 
Drehen, Schweregefühle, Temperatur- und Pulsveränderungen usw.) Sehr 
interessant sind solche Traum-Bewusstseins-Erfahrungen. Du kannst dann 
deutlich miterleben, wie dein Körper die Ruhe der Nacht benötig und nutzt 
und alle körperlichen Zeichen der Schlafphasen zeigt. Dein Nervensystem 
kann   jedoch   bewusst   im   Schlaf   arbeiten   und   beobachten,   zunehmend 
bewusster auch Traummomente rückkoppeln und aussöhnen!
Es kann der Eindruck entstehen,  dass  sich dein Bewusstsein außerhalb 
deines   Körpers   befindet.   Oder   du   bewegst   deinen   Körper   in   deiner 
Vorstellung und es stellt sich tatsächlich ein Körpergefühl ein, als ob sich 
dein Körper im Vorstellungsraum   frei bewegt, obwohl er dabei ja viele 
Minuten weitgehend bewegungslos und menschlich in deinem Bett ruht! Es 
gibt   in   dieser   nächtlichen  Erlebniswelt   des   Schlafens   einiges   für   dich 
bewusster zu entdecken und zu erleben!
Deine   MW-Arbeit   scheint   manchmal   in   bewussteren   Träumen   wie 
ferngesteuert und arbeitet überaus spontan und zum Teil kreativ, es können 
Stimmungen, Geschichten oder Lieder entstehen...

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