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H A N D B U C H   D E S   B E W U S S T WA N D E R N S   O N L I N E

Verkäuferin,   einer   Postangestellten,   eines   Professors,  Ausbilders,   einer 
Reisebürodame,  eines  Busfahrers,   Gärtners,   einer  Museumsdame,  eines 
Maurers usw. aussieht. Ehrliches Interesse, eine Prise von der Demut, ein 
nettes Lächeln und eine Kelle Lausbubenmut mit Schabernack gespickt, 
Neugier und Frechheit gut abgeschmeckt, öffnen dir auch Türen mit der 
Aufschrift: Nur für Betriebsmitarbeiter! 
Wirklich lehrreich im Sinne der Ausbildung sind klassische Erlebnisse, bei 
denen du die Berufe oder das Handwerk ausführst. 
Hier heißt es, selbst ist der Mann oder die Frau und probiert was das Zeug 
hält. Sobald jemand aus deinem Bekanntenkreis etwas zu tun hat – vom 
Saubermachen,   Computer   einrichten,   Kuchenbacken,   Holzhacken,   über 
Zaunstreichen, Zimmerrenovieren bis zum Häuslebaue – du bist der, der 
sich freiwillig meldet.

Menschenwelt,   Erlebnis-   und   Erkundungswelt   Musik,   Kunst, 
Literatur, Sport und Spiel: 
Diese Erlebniswelt ist ebenfalls im Internet, 
Büchern,   Katalogen,   und   Kaufhäusern   bestens   inventarisiert.   Einen 
Überblick kannst du dir in Bibliotheken, Galerien, Museen und Musikläden 
verschaffen.   Ob   bildende   oder   darstellende   Künste,   ob   Literatur   oder 
Körperkultur,   auch   hier   kommen   die   folgerichtig-rationalen 
Wissensspeicher   an   ihre   Grenzen   –   die   situative   Vielfalt   dieser 
Erlebniswelten   lässt   sich   kaum   in   Büchern   und   Erläuterungswerken 
darstellen.   Doch   für   einen   Überblick   sind   die   verschiedenen 
Wissensspeicher sehr wertvoll.
Eine   der   schokoladigsten   Seiten   der  Ausbildungswanderung   durch   die 
Vielfalt ist diese Erlebnis- und Erkundungswelt. Konzert-, Theater- und 
Kunstausstellungs-, Museen- und Kinobesuche, vom Halmaturnier und der 
traditionellen   Kunsttanzveranstaltung   bis   zum   Schneespielspass   mit 
Pfannkuchenwettessen   am   Abend,   ist   alles   möglich.   Auch   diese 
Erlebniswelt erschließt sich deinem Gehirn, wie jede andere auch, erst über 
das Mittun.
Für die erfolgreiche Ausbildung sei dir eine künstlerische Tätigkeit sogar 
ausdrücklich   empfohlen.   Hier   findest   du   nicht   nur   eine   neue 
Erfahrungswelt,   die   sich   Worten   weitgehend  entziehen  kann  und  doch 
vielfältig,   nuancenreich   und   dennoch   konkret   ist.   Künstlerische   und 
sportliche Betätigung bietet auch gute Möglichkeiten dein Nervensystem 
während der Ausbildung zu leeren und die Aussöhnung zu unterstützen. 
Stimmungen,   Gedanken   und   Erlebnisse   die   sich   mit   Worten   nicht 
ausdrücken   lassen,   kannst   du   durch   Kunst   und   Körperkultur   besser 
aussöhnen   und   mitteilen.   Du   findest   neue   effektive   und   lebenswerte 
Kommunikationsmöglichkeiten,   ohne   viel   Worte   oder   RW-Gedanken 

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