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H A N D B U C H   D E S   B E W U S S T WA N D E R N S   O N L I N E

bewusst zu durchlaufen, ist das auch kein Problem. Das Erleben zählt bei 
jeder   bewussten   Erlebniswanderung,   es   zählt   der   Moment,   die 
Sinneseindrücke in ihrer ganzen Einmaligkeit und es gilt, die unmittelbare 
Wirkung   der   Umgebung   bzw.   ihre   Veränderung   zu   erleben   und   zu 
genießen. Je verspielter und gelöster du erlebst, umso leichter finden auch 
das   Verbinden   und   das   »bewusste   Zyklisieren«   inklusive   der 
Erlebnisaussöhnung statt.  Bald wirst du merken, dass es fast von ganz 
alleine geht. Ein  natürlicher, sich selbstverstärkender Lernprozess.  Hier 
noch mal die Bestandteile des kleinen bewussten Weiterwanderzyluses:
Suchen:  mit Bekanntem  in der Vielfalt spielen und dabei Neues finden; 

Erleben:  begreifen/   beriechen/   besehen/   schmecken/   hören   und   dabei 
spielen, verändern, variieren, Grenzen entdecken;  Aussöhnen:  Erlebnisse 

mit der Vielfalt   durch den Aussöhnschlaf, durch die Aussöhnmeditation 
oder die Aussöhnhandlung aussöhnen (siehe auch Schule der Aussöhnung 

weiter oben) bzw. bewusst nach und im Erlebnis Beziehungen und Verbin-
dungen zu bereits bekannter Vielfalt herstellen...Suchen, Erleben, Aussöh-

nen... Suchen, Erleben, Aussöhnen...usw.

Am Anfang  kann  es   passieren,   dass   du  gar   keine  Lust  verspürst   zum 
Wandern und Neugierigsein und kein einziges Genüsselchen aus deinen 
Verbindungen mit der Umgebung herauszufühlen ist. Hier gilt: Der Appetit 
kommt beim Essen! 
Probier eben etwas anderes, wo du dann vielleicht einen besseren Einstieg 
in   die   Vielfalt   bekommst.   Hast   du   absolut   nirgends   positive   rational-
folgerichtige   bzw.   emotional-assoziative   Gedanken   (bewusste   positive 
Emotionen),  was   sehr  unwahrscheinlich  ist,   musst  du  dich  mit  Geduld 
immer und immer wieder auf vermutliche »Spaßbringer« einlassen. Lerne 
das Ski- oder Snowboardfahren, gehe Baden, geh ins Kino, lies ein Buch 
von Gary Brechet, lern ein Instrument zu spielen, über dich in der Kunst 
des Tantra oder backe dir den Lieblingskuchen aus deiner Kindheit. Der 
Moment   bei   dem   dir   wohl   wird,   ist   das   Tor   für   die   klassischen 
Erlebniswanderungen und der bewusste positive Einstieg in die Vielfalt.
Es kann auch eine Fastenwanderung den Einstieg bringen oder ein Zeit im 
Wüstenstil. Du findest über die kleine Genussdrogenschule im ersten Buch 
Hinweise für eine positive und ehrliche Verbindung mit der Vielfalt.
Wandern  heißt:  Es   geht  weiter!  Sich  verbinden  und  sich  lösen  und  du 
bestimmst auch bewusster wann der Moment zu Ende geht und wann du 
dich einem neuen Aspekt der Vielfalt widmest.
Aber, nach fünf Minuten, einer Stunde, einem Tag... ist eine Wanderpause 
fällig und wenn du clever genug bist, dann fädelst du diese Pause genau in 
zuckersüßen Momenten ein, so wie der Filmregisseur bei einer Serie. Dein 
Gehirn platzt vor Neugier und obendrein war das Letzte, was du bewusst 
von  der Vielfalt   hattest,   ein  guter,   begeisternder,  emotional-assoziativer 

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