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H A N D B U C H   D E S   B E W U S S T WA N D E R N S   O N L I N E

Wanderpause:  Ja,   die  klassische  Erlebniswanderung  beginnt  mit  einer 
Wanderpause!   Oder   besser   nach   dem   Saubermachen   und   dem 
Ausrüstungscheck erst mal durchatmen. Denn es geht nun darum, in eine 
verspielte,   gelöste   Erlebnisstimmung   zu   kommen.   Das   ist   eine 
Grundvoraussetzung für die Ausbildung deines Gehirns. 
Es hat die Praxis gezeigt, dass beim Losgehen Herzschlag und Blutdruck 
ansteigen  und  sich  ein  Lampenfiebergefühl  einstellen  kann.  Mehr   oder 
weniger   intensiv   natürlich,   doch   selbst   bei   Wandergurus   ist   das   zu 
beobachten und sie vergessen dann doch die Herdplatte auszuschalten. Da 
es dir und deinem Gehirn um eine möglichst bewusste Wanderung geht und 
jegliche Verkrampfung oder Rastlosigkeit den Ausbildungserfolg mindern 
und den Erlebnisgenuss schmälern kann, solltest du von Anfang an ganz 
geschmeidig   loswandern.   Anstrebenswert   ist   ein   friedlicher,   gelöster 
Zustand,   ungefähr   mittig   zwischen   Ignorexschlaftablette   und   dem 
Fluchtverhalten eines Wiesels. Es geht darum dein Nervensystem für Neues 
empfänglich zu machen, sodass du auf deiner Wanderung auch von den 
Verbindungsänderungen   deiner   Umgebung,   die   durch   deine   Sinne 
hereinkommen, bereichert werden kannst. 
Es gibt unzählige Methoden, uralte wie brandneue, wie du schnell und 
effektiv zu dieser empfänglichen, offenen »Mitte« finden kannst. Das ist 
keine große Sache und bedarf meist sehr wenig, nur etwas Übung. Gerade 
wenn du in einem stressigen Berufsfeld leben musst, ist der Übergang in die 
Welt   der  geschmeidigen  Erlebniswanderung  eher  heftig.  Hier   stellt   die 
Wanderpause die Brücke zwischen beiden Erlebniswelten her. 
Egal wie die Wanderpause konkret aussieht und wie effektiv sie am Anfang 
ist, du hast deinem Gehirn ganz bewusst ein Zeichen gesetzt, dass du dich 
nun  bewusster   um  seine  Entwicklung  kümmerst.  Schon  dies  allein  hat 
unglaubliche Wirkung. 

Klassische Erlebniswanderung, 

Erlebniswanderphase: 

Nun  kannst  du  frei   wie  ein  kleines  Kind  dahinhopsen,  wo  dich  deine 
Neugier und der Lebensmoment hintreiben.

Dabei geht es darum, so häufig wie möglich, den oben beschriebenen 
kleinen bewussten Weiterwanderzyklus zu absolvieren. 

Wenn du auf deinen ersten Erlebniswanderungen nur einfach wanderst, 
ohne  den  kleinen  bewussten  Weiterwanderzyklus   vollständig  und  ganz 

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