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H A N D B U C H   D E S   B E W U S S T WA N D E R N S   O N L I N E

natürliche Grenze. »Aus Spiel wir Ernst« – steckt da dahinter. Hier gilt es, 
jedes Mal bewusst vorher halt zu machen und ganz vorsichtig besonnen 
und  mit  Respekt  auszukundschaften,  wann,  wo  und  wie  die  »Welt  des 
Schmerzes« beginnt. 
Das kannst du lernen. Irgendwann wird eine Grenzerfahrung schmerzhaft 
für dich und andere. Dann sollte »Ende-Gelände« für dich sein, du solltest 
negative, emotional-assoziative Gedanken nicht provozieren. Ein günstiger 
Zeitpunkt, um sich noch mit Genuss einem anderen Teil der lebendigen, 
weniger gefährlichen Vielfalt zu widmen. 
Du solltest jedoch nicht allzu ängstlich sein, denn Grenzerfahrungen sind 
wertvoll, wenn du lieb genug bist, sie nicht zu weit zu überschreiten. An 
der Grenze erkennst du die Form! Das gilt auch für deine körperlichen und 
geistigen Fähigkeiten. An den Grenzen lernst du dich und deine Umgebung 
besonders gut kennen. Gebrauche bewusst dein MW! 
Nur ein wenig die Richtung geändert – und die nächste verspielte positive 
Abenteuerwanderung durch die Vielfalt steht auf dem Programm. Es gilt 
also,   viele   neue  Verbindungen  in   deiner   Umgebung  zu   entdecken  und 
auszutesten, zu lösen und zu versuchen sie wieder zu verknüpfen. Dabei so 
munter und bewusst wie möglich zu beobachten was passiert, das könnte 
deine   Hauptaufgabe   mit   und   in   der   Vielfalt   auf   dem   zweiten 
Ausbildungsschritt werden.
Es gilt die Wirkungen, innerhalb der Vielfalt, verspielt mit allen Sinne zu 
begreifen und zu erfahren. Wenn du dich dabei wie ein frisch eingeflogenes 
Alien bei seiner Entdeckungsmission fühlst, ist alles bestens. Lerne wieder 
zu staunen auf dem zweiten Abschnitt deiner Ausbildung. Du nimmst alles 
mit   und   fährst   das   volle   Erlebnisprogramm  auf   dieser   planetarischen 
Absteige »Zum Blauen Planet der lebendigen Vielfalt«. 
Schmerzliche Erlebnisse verhindern auch, natürliche Grenzen nicht zu weit 
zu überschreiten. Schmerzliche Erlebnisse helfen dir die guten Erlebnisse 
als solche zu erkennen und können in diesem Sinne positive Erfahrungen 
sein und sollten ebenso ausgesöhnt werden. Hör auf deinen Schmerz, auch 
wenn alle Welt bzw. Menschen um dich herum taub zu sein scheinen und es 
cool finden sich hinzurichten. Nur ein Pferd, das getrieben wird und nicht 
auf  sein  Innerstes  hören  darf,   stirbt   an  Erschöpfung! Auch  dein Wille, 
gesellschaftlichen Normen zu entsprechen, kann dich hinrichten. Wer hilft 
dir, wenn du Magenkrebs oder Bandscheibenvorfall hast?! Wem kannst du 
vertrauen, wenn du nur oberflächliche Freundschaften hast?
Noch ein Aspekt wird wichtig während der kleinen Erlebniswanderungen. 
Jede entdeckte und mit deinen Sinnesorganen »aufgenommene« Neuigkeit 
bzw. Verbindungsänderung oder Beziehung in deiner Umgebung kannst du 
auch   bewusst   aussöhnen.   Besonders   wenn   du   merkst,   dass   sie   dich 

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