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H A N D B U C H   D E S   B E W U S S T WA N D E R N S   O N L I N E

Beschäftige dich ruhig auch mit traditionellen Meditationsmethoden und 
bald kannst du dich dann plötzlich oder allmählich auf ein Themengebiet 
eindenken und immer länger an Details verweilen, deine Atmung, Puls und 
Blutdruck verändern oder noch verrücktere Dinge kennen lernen, die für die 
Ausbildung jedoch nicht unbedingt erforderlich sind. Du wirst erkennen, 
dass diese Zeilen die Welt der Steuerung und Aussöhnung durch Meditation 
nur berührt haben. 
Du wirst erstaunt sein was alles nur mit der Vorstellung, dem Nachdenken 
und   der   Meditation   geht.   Vom   angenehmen   Denkerlebnis   bis   zur 
orgastischen Ekstase kannst du dich meditieren. Du meditierst frei, nach 
deinem Belieben. Wenn du gut dabei bist in deiner Vorstellerei, öffne ab 
und zu die Augen und mache so gut es geht weiter! Achte, bevor du die 
Augen öffnest, auf deinen tiefsten, umfassendsten, emotional-assoziativen 
Gedanken   deines   Körpers   (bewusstes,   tiefes   Körpergefühl   oder 
Seelenstimmung), welches du nun bewusster auch mit offenen Sinnen im 
Innern bewahrend »mitlaufen« lässt. Auch wenn deine Vorstellungen ihre 
Bildhaftigkeit   verlieren   und  an   ihre   Stelle   die   Sinneseindrücke   deiner 
Umgebung treten, kann dann und wann wundervolles beobachtet werden, 
von dessen Ursprung nur du wissen kannst.
Mit der Zeit kannst du dann auch in normalen Alltagssituationen und mit 
geöffneten   Sinnen   ungestört   meditieren.   Kannst   zumindest   den 
Freidrehvorgang ganz still für dich selbst beschleunigen oder verzögern. 
Du kannst verschiedene, momentane Sinneseindrücke als Ausgangspunkt 
von Tagträumen bei geöffneten Sinnen nutzen. 
So lässt  du Gegenstände deiner momentanen Umgebung  schweben  und 
drehen.   Auf   dem   Auto   vom   Vordermann   lässt   du   im   Stau   einen 
Schrebergarten wachsen und im Ohr deiner Braut lässt du einen Nasenbär 
auf einem klitzekleinen Skateboard schnarchen.
 

Nicht, dass du (das alles) mit offenen Augen sehen würdest. Es geht hier 
nicht um Halluzinationen. Doch was dir vielleicht jetzt am Anfang noch 
wie  wirkungslose  Spinnerei  und Vorstellerei  vorkommt,  wird  dich  mit 
etwas Übung und Geduld, Liebe zur Vielfalt und ihrer Veränderung und 
den kleinen Schritten ihrer Veränderung... am Ende der Ausbildung, vor 
allem   in   lebhaften   Gesprächs-   und   Lebenssituationen   mit   deinen 
Mitmenschen oder im Zusammenleben mit höheren Tieren (welche mit 
Nervensystem),   noch   auf   eine   besondere  Art   und   Weise   unglaublich 
überraschen. Doch worüber man nicht reden kann, darf man genüsslich 
meditieren, staunen und schweigen. 

Die Freiheit, selbständig, eigenverantwortlich, kreativ rational-folgerichtig 

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