background image

H A N D B U C H   D E S   B E W U S S T WA N D E R N S   O N L I N E

gesamten  Situation  (Situationsdrogenwechsel,   Weiterwandern,   Verlassen 
der   Party,   Kneipe,   Kirche,  Arbeitsplatz,   Lagerfeuerplatz,   Wohnzimmer, 
Diskussionsrunde usw.)

Du musst natürlich dabei darauf achten, dass die nächsten Situationen nicht 
noch heftiger werden und du vom Regen in die Traufe kommst. Es geht um 
Normalisierung, was immer das auch für deine Erlebniswanderung 
heißt
. Hast du deine Umgebung bewusst und liebevoll normalisiert bzw. 
hast   du  über   deinen  gemütlichen  Ortswechsel  eine  normale  Umgebung 
gefunden, kannst du nun ganz geschmeidig noch die Feinarbeit erledigen, in 
dem du durch sanfter werdende MW-Arbeit den Freidrehvorgang auf der 
Meditationsebene 1, also in deinem Nervensystem selbst bremst.
Du blickst dabei auf einen Punkt im vorher normalisierten Raum ohne 
gleich loszustarren oder beschränkst dich auf ein Thema, falls du gerade 
normal kommunizierst. Das ist also Bewusstseinsarbeit und erfordert einen 
Beitrag   an   Selbstdisziplin  im  Denken  und  kann  bald   sehr   viel  Freude 
machen. Was du dabei denkst, ist erst mal zweitens. Es sollte nur etwas 
positives sein. Das machst du länger als mal eben, also 3-5 Minuten oder 
länger.
Nun   solltest   du   auch   die   Kommunikation   mit   anderen   Mitmenschen 
unterbrechen und sagst bzw. denkst dir innerlich ungefähr folgenden Satz: 
„Ich haue die Bremse rein und jetzt ganz geschmeidig zurückgelehnt und 
die »Leckt-Mich-Masche« aufgelegt. War ein fetter, bunter Tag... aber jetzt 
hau ich die Bremse rein... „ 
Lass dir etwas in der Art, nach deinem Geschmacke einfallen. Ob du das 
heilige Om in dich hinein brummst... oder immer wieder sagst: „Bin ganz 
ruhig, bin ganz ruhig... oder: Ich sage nichts mehr, ich bin einfach still, still, 
still,   wie   ein   kleiner   Bergsee   früh   um   vier   mit   kleinen 
Silberglimmerfischelchen drin und die schlafen auch schon und schweben 
und sabbern vor sich hin...,“    dass ist letzten Endes schnuppe für dein 
Nervensystem.
Das Ganze machst du je nach Bedarf, in Freidrehphasen, jedoch länger als 
5 Minuten. Wenn du die Augen schließt, geht das Flitzedenken manchmal 
wieder heftiger los. Dann schaust du eben wieder geschmeidig auf dein 
Aquarium oder folgst der Sommerwolke.
Hast du die Augen geschlossen und erlebst das »Flitzedenken« positiv, dann 
kannst  du  auch  versuchen,  dein  internes  Nachdenken  zu  normalisieren, 
indem du dir nach und nach ein statisches Bild vorstellst. Zum Beispiel ein 
Schildkrötenterrarium,   oder   eine   Insel   mit   warmen   Sandstrand   und 
schnarchenden Faultieren an den Kokospalmen.
Hinweis:   Du   kannst  die   ganze  »Freidrehbremserei«  auch  sehr   gut  mit 

B E W U S S T WA N D E R N . O R G       2 9 2

10

20

30

40