background image

H A N D B U C H   D E S   B E W U S S T WA N D E R N S   O N L I N E

Genauso   wichtig   sind   diese   Grundvoraussetzungen   auch   für   den 
Ausbildungsweg   zum   ganzheitlich-freien   Denken.   Du   solltest   den 
Freidrehvorgang   bzw.   den   Focussiervorgang   bei   deinen 
Erlebniswanderungen  durch   die   Vielfalt   (zweiter  Ausbildungsabschnitt) 
immer »im Auge« haben, ihn dir bewusst machen, ihn über deinen inneren 
Wahrnehmungs-,   Rückkopplungs-  und Aussöhnungssituationen  erkennen 
und einschätzen lernen. Überprüfe, ob du die Erlebnissituationen noch als 
positiv   empfindest   bzw.   ob   du   sie   nicht   zu   nervös   oder   zu   fixiert 
verarbeitest. Du kannst dir Folgendes zur Regel machen wenn du bemerkst, 
dass du nur noch flüchtig da und dorthin denkst und fühlst, 
dass sich die Ereignisse irgendwie überschlagen und dir andere Menschen 
ihre Genussgeschwindigkeit aufzudrücken scheinen, wenn deine bewussten 
Gedanken immer flüchtiger werden, sich deiner Kontrolle entziehen oder 
wenn  es   dir   schwierig   wird,   bewusst   abzuschalten,   wenn  du  beginnst 
unruhig   zu   werden   oder   beginnst   sprunghaft   zu   handeln   oder   zu 
kommunizieren,  dir   dabei   ungute  rational-folgerichtige  oder  gar   ungute 
emotional-assoziative Gedanken aufkommen:

Zuerst hältst du dich konsequent an die zwei globalen Steuerregeln 
(siehe oben).
  Das heißt in erster Linie: Sofort bewusstseinsverändernde 
Drogen weg! (Falls du doch die Finger nicht davon lassen konntest.)
Und du versuchst auf jeden Fall mit Hilfe einer deutlichen Umgebungs- 
bzw.   Situationsveränderung   die   Freidrehung   zu   bremsen   und   zu 
normalisieren. Du musst nicht die unmittelbare Situation verändern, oft ist 
es unauffälliger und rücksichtsvoller eine andere Umgebungssituation zu 
wählen.   Das   Umgebungssystem   ist   groß   und   Vielfältig,   lässt   dir 
Möglichkeiten  und  es   hilft   und  wirkt   sehr   stark   im  Moment  auf   dein 
Nervensystem.   (Wenn   nötig,   verlassen   der   Situation,   z.B.   andere 
Landschaft, andere Ecke der Kneipe oder Spaziergang in vertrauter Natur, 
verständnisvolles   Gespräch   mit  besonders   guten  Freunden  oder   deinen 
Freundinnen.) 

Nachdem du die zwei globalen Steuerregeln konsequent beherzigst 
hast,   sind   nun   plötzliche   bis   krasse   Veränderungsaktionen 
grundsätzlich   zu  vermeiden!
  Geduldig   und  gemütlich,   liebevoll   eine 
andere   Umgebung   aufzusuchen   oder   deine   Umgebung   sanft   aktiv   zu 
verändern, darum geht es. Hier geht es um Liebe zu dir selbst. Hier gilt 
also besonders: Lieb, sanft und geduldig wandert weiter! Vergiss nie, dass 
du lernst deine eigene Zentrale zu steuern! Dabei hat sich die bewusste 
Rückzugsmethode bewährt. Geübt und bewusst (wieder)erlernt ermöglicht 
sie   in   jeder   Situation   eine   sanfte,   allmähliche   Steuerung   der   beiden 

B E W U S S T WA N D E R N . O R G       2 9 0

10

20

30

40