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H A N D B U C H   D E S   B E W U S S T WA N D E R N S   O N L I N E

Zeitgenosse,   wirst   du  von  allein   versuchen,  die  Erlebnisse   erst   einmal 
schön ordentlich nach RW-Manier in deine Vorstellungswelt einzugliedern, 
folgerichtig-rational, einen Erlebnisaspekt nach dem anderen. Alles sollte 
schön logisch sein. Findest du eine Logiklücke, wirst du stutzig und dann 
versuchen,   sie durch Vergleich mit anderen Erfahrungen, mit Hilfe von 
Frage- und Antwortspielen und anderen Detailinformationen zu schließen. 
Du  hast  jedoch  auch  die  Freiheit,  eine Vorstellungswelt  zu  entwickeln, 
welche   auch   emotional-assoziative   Gedanken   beim   Lückenschließen 
akzeptiert und alle Werte gleichberechtigt nebeneinander betrachtet. Du 
entdeckst und nutzt dann sozusagen die Logik  der emotional-assoziativen 
Gedanken. Das spart in der Aussöhn- und Verarbeitungspraxis eine Menge 
folgerichtig-rationaler Denkarbeit und viel Detailsuche und Detailarbeit. 
Du   kannst   z.B.   folgerichtig-rationale   Gedankenlücken   durch   dein 
gewachsenes Vertrauen schließen. Ein Vertrauen und die Erfahrung, dass 
du   mit   deinem   RW   jede   rational-folgerichtige   Gedankenganglücke 
schließen kannst, wenn du nur willst! Über die Jahre hast du mit der RW-
Arbeit Erfahrung und das Vertrauen gesammelt und bekommst mehr Mut 
zur   EW-Arbeit.   Du   wirst   gegenüber   den   folgerichtig-rationalen 
Gedankendetails und Gedankenschleifen gelassener und lernst auch in der 
Meditation einen effektiveren RW-Einsatz bzw. EW-Einsatz. 
RW-Detailvorstellungen sind bei der Einordnung des Kontostandes in deine 
Vorstellungswelt und bei der Entscheidung nützlich, ob du heute oder erst 
in zwei Wochen einen Betrag überweisen solltest. 
Danach achtest du aber wieder auf dein emotional-assoziatives Denken 
beim Bankbesuch und wenn alles friedlich scheint und langweilig in der 
Wartereihe am Schalter, spielst du meditativ in deiner Vorstellung mit dem 
Bankautomaten, zoomst dich durch den Kartenschlitz und denkst an deine 
bewussten   emotional-assoziativen   Gedanken   bei   der  Arbeit   im   letzten 
Monat, lässt sie dir in ihrer Vielfalt durch den Kopf gehen und deinen Wert 
deiner Arbeit   für  dich  persönlich  dazu,     jede  nette Arbeitsituation,  die 
Gespräche, die Situationsmelodien. Beispielsweise, wenn die Küchenomi in 
der Kantine mit dem leckeren Kuchenteller vorbei kommt und von ihrer 
Tochter erzählt. Jede genüssliche Arbeitsituation im Betrieb oder der Firma 
lässt du zu Geld werden und dir über tausend Ecken und Verbindungen 
wieder   aus   dem  Bankautomaten  in  die   Hand   geben.  Solange  bis   dein 
monatliches Genussgehalt ausgezahlt ist und du die Bank verlässt. 
So wird der Erlebniswert deiner Arbeit zu einer fassbaren Zahl für dich. 
Dein  Bezug  zum  Geld  realistischer.  Du  freust  dich  über  den  geballten 
Genuss und enormen Wert deines 100 Euroscheins und weiter geht die 
Genussreise   mit   diesem   Schein   in   der   Tasche...   durch   andere 
Lebensbereiche und Erlebniswelten. 

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