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H A N D B U C H   D E S   B E W U S S T WA N D E R N S   O N L I N E

Vorrecht hat. 
Im   Sinne   der   kleinen   Genussdrogenschule   ist   es   immer   an   dir   den 
Genussaspekten und der Lebensfreude den Vorzug zu geben, nicht indem 
du den Verdrussaspekt bekämpfen, sondern indem du den Genussaspekt 
vielmehr   suchen,   entdecken   und   fördern   solltest.   Hier   in   deiner 
Fantasiewelt, hast du alle Freiheit. Keinen Gedanken kannst du auf einen 
anderen Mitmenschen oder eine andere Wirkeinheit schieben. Beobachtest 
du  deine  Fantasie-   und  Meditationsgedanken,  kannst  du  viel  über   dein 
derzeitiges Wesen  und  deinen  Charakter  und  deine Verarbeitung  deiner 
Erlebnisse lernen. 
Wenn   du   dich   an   Genuss-   und   Freudeaspekten   während   deiner 
selbständigen Verbindungsarbeit orientierst, wird sich das dunkle Meer mit 
der Zeit in einen freundlichen, klaren, bis an seinem Grunde von deinem 
Licht durchfluteten, lebendigen Ozean verwandeln.
Am Ende der Meditation solltest du befriedigend ausgesöhnt sein, eine neue 
Einstellung,  eine  harmonische  Erlebnis-   und  Vorstellungswelt   gefunden 
haben. Am Ende der Meditation kann natürlich auch deine Entscheidung in 
Bezug  auf   eine  sinnvolle   und  konkreten Aussöhnhandlung  stehen  (zur 
Aussöhnung notwenige Alltagshandlung, z.B. Gespräch, Weinen, Arbeit, 
Banküberweisung, Essen, Trinken). Diese Aussöhnhandlung ist dann als 
Bestandteil   der   Meditation   im   weitesten   Sinne   zu   verstehen 
(Meditationsebene 2 und 3).

3. Pause bzw. Schlaf & Wiederholung dieser Meditation:
Nach getaner Aussöhnarbeit kannst du dich freuen und noch etwas im Meer 
der   Vielfalt   planschen,   schlafen   oder   dich   an   deinem  Strand   von  der 
Erlebnisverarbeiterei   entspannen.  Wenn  du  dir   noch  nicht  befriedigend 
ausgesöhnt scheinst, kannst du ein Schläfchen wagen oder etwas wandern 
und es dann später erneut mit einer Meditationseinheit versuchen. Nach 
wenigen   (Meditation   –   Schlaf/Tat   –   Meditation)   »Durchläufen«   bzw. 
Wiederholungen werden sich die meisten Erlebnisse im Meer der Vielfalt 
auflösen wie Butter in der Sonne. 

Relativ gut ausgesöhnt bist du in der Lage während deiner  Meditation auf 
Umgebungsveränderungen zu achten. Als alter Hase der Meditation und 
mit fortschreitender Ausbildung (also ganzheitlicher und bewusst mit der 
Vielfalt   und  ihrer   Einheit  ausgesöhnt)  wirst   du  die Verschmelzung  von 
Meditation   und   Traum   genießen   können.   Dein   »meditativer   Schlaf« 
bekommt dann bewusste, kontrollierbare Aspekte, der meditative Schlaf ist 
leicht, erholsam und sehr interessant (siehe auch drittes Buch). 
Du entdeckst im meditativen Schlaf eine neue, kaum in Worte zu fassende, 

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