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H A N D B U C H   D E S   B E W U S S T WA N D E R N S   O N L I N E

erfahren  und  deutlicher  erkennen,  wo  die  Genusshöhen  des  Lebens  zu 
finden sind.
Enden die bewussten Gedankengänge in bewussten Emotionen der Freiheit, 
Liebe und verspielten Einfachheit, in schönen und lichten dynamischen, 
weiterführenden Bildern? Oder sind es zwielichtige, dunkle, bedrohliche 
Gespinste,   Grausamkeiten,   Schneller-Höher-Weiter-Gedanken   oder 
Verteidigungs-   und  Rechtfertigungsvariantenspiele,   Sackgassen,   Zwänge 
und Fänge, die du dir im Laufe der Meditation spinnst? Dann solltest du 
dich   an   weniger   düsteren   Meeresabschnitten   und   Erlebnisaspekten 
orientieren.   Du   solltest   lernen   und   üben,   wie   du   immer   wieder   zum 
»Lichte« denken und fühlen kannst. Spiele mit Vorstellungen und versuche 
herauszufinden, was besonders genüsslich  und effektiv für dich ist  und 
vielleicht  warum.  Versuche  immer  und  immer  wieder  in  diesem  Sinne 
positiv   zu   meditieren.   Glaube   an   die   Kraft   der   kleinen   Schritte, 
konzentriere dich auf die kleinen Türchen oder auf das eine kleine Türchen, 
glaube an die Kraft der Wiederholung, der Geduld, wenn dir die gute Welt 
des Zuhausestrandes unendlich weit weg scheint.
Du   wirst   merken,   dass   es   dir   bei   geduldigem   Bemühen   irgendwann 
gelingen wird. Das sind dann kleine Heldentaten in deiner Vorstellungswelt 
und du darfst dich auch über kleine Meditationserfolge freuen. 
Es geht auch in dieser scheinbaren Fantasiewelt während der Meditation 
um haargenau das Gleiche, um was es dir mit offenen Sinnen gehen sollte. 
Eine  positive  Lebenseinstellung  von  Moment  zu  Moment,  die  dich  als 
grundsätzlich gleichberechtigt neben allen Lebensformen empfinden lässt 
und  die  alle  Lebensformen  als   grundsätzlich  gleichberechtigt  neben  dir 
(an)erkennt.
Weißt du dennoch bei deiner meditativen Gedankenreise durch das Meer 
der Vielfalt nicht, wo Oben und Unten, Gut und Böse ist, dann angele dir 
im Meer der Vielfalt die sieben Wanderweisheiten (siehe weiter unten) und 
vergiss nie, dass es grundsätzlich um das Leben im Moment und um die 
Freude daran geht. Mach mal Pause!

Es sollte am Ende der Verbindungsphase irgendwie eins zum anderen beim 
Meditieren kommen und am besten in einem guten, liebevollen emotional-
assoziativen Gedanken münden. Es gilt auch im Meditationserlebnis die 
lebendige  Stille,   das   Lebendige  und  die   Freude   im  Lebensmoment  zu 
finden.
Vielleicht ist es auch hilfreich für dich zu wissen, dass jeder Tropfen, jede 
Wirkeinheit,   jedes   Wort,   jeder   bewusste   rational-folgerichtige   und 
emotional-assoziative Gedanke im Meer der Vielfalt weder gut noch böse 
ist und weder der Genuss noch der Verdruss ein objektiv begründbares 

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