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H A N D B U C H   D E S   B E W U S S T WA N D E R N S   O N L I N E

finden. Ich kann deutliche, rational-folgerichtige Gegensätze erkennen  

und schlechte Erfahrungen in diesem Gegensatz zurücklassen, in dem ich  

auf der positiven Seite des Gegensatzes weiterdenke, aus meinem  

Erlebnis (auch negative Erlebnisse) Positives lerne. 

Sind meine rational-folgerichtigen und emotional-assoziativen Gedanken  

neutral bis positiv-genüsslich, war das Erlebnis von erlesener 

Einfachheit oder schillernder Vielfalt, Klarheit und Leichtigkeit, dann 

meditiere ich mich näher an die lichtdurchflutete Meeresoberfläche und 

befinde mich näher an meinem Zuhausestrand. Dort kenne ich mich aus,  
hier lebt alles im Vertrauen,  im freien Wandel, im Moment, ist es Gut so. 

Wenn nicht, dann bedarf es weiterer bewusster Aussöhnung.

Wesentlich   sind   die   rational-folgerichtigen   Gedankenverbindungen   mit 
anderen   rational-folgerichtigen   Gedanken(gängen)   bzw.   Aspekten   oder 
Wirkeinheiten  der   Vielfalt,   Verbindungen  mit   anderen   Erlebnissen   und 
Erinnerungen.   Versuche   Erlebtes   zu   vergleichen,   suche   Parallelen, 
Gleichnisse,   Gemeinsamkeiten,   Unterschiede  –   eben  Verbindungen  und 
lass’ deine Gedanken dazu auch treiben. Meist kommen die Verbindungen 
von selbst. Du sollst weniger Gutes nicht als Gut hinstellen, vielmehr das 
weniger   Gute   in   der   Lehre   für   dich,   in   der   Gegenüberstellung   zum 
Besseren, also letztlich positiv für dich zurücklassen. So kannst du auch 
aus schlechter, böser, grausamer Erfahrung lernen, musst nicht verzweifeln 
in deinen Meditationen. 
Alles, was du im Meer der Vielfalt während der Meditation mit deinem 
Erlebnis in Verbindung bringst, wird dir bei der Aussöhnung helfen können.
Mit   der   Zeit   solltest   du   alle   rational-folgerichtigen   Gedankengänge 
transzendieren. Du solltest ihnen etwas positives, lehrreiches, liebevolles, 
(er)lebenswertes   abgewinnen.   Dazu   kannst   du   bewusst   dein   MW 
gebrauchen.   Versuche   in   der   Verbindungsphase   der   Meditation   immer 
wieder   vom  folgerichtig-rationalen   Denken  zum  emotional-assoziativen 
Denken umzuschalten. Ertappst du dich, dass deine meditativen emotional-
assoziativen Gedanken in immer verdrießlichere, immer trübere, düstere, 
dunklere,   härtere,   einfältigere   Meeresgegenden   und   Meerestiefen 
abschweifen,   dann   versuche   dich   an   der   positiven,   lichtdurchfluteten 
Oberfläche zu orientieren, rette dich an deinen Strand, aber wage später 
erneut einen Meditationsversuch. Versuche bei deinen Meditationen immer 
liebevoller zu empfinden, positiver zu assoziieren. 
Lass dich am Anfang deiner Meditationsübungen ruhig auch mal bewusst 
etwas weiter ins Dunkel und die Tiefen rational-folgerichtig und emotional-
assoziativ denken  bzw. fühlen. So fällt dir am ehesten auf, dass oder wann 
du in die verkehrte Richtung denkst. Du kannst in der Meditation selbst 

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