background image

H A N D B U C H   D E S   B E W U S S T WA N D E R N S   O N L I N E

Seelenfrieden aus, hast sogar ein Bild vor Augen, dein Innerland beginnt zu 
leben! Du kannst dir natürlich auch eine andere Geschichte, ein anderes 
Gleichnis vorstellen. Wie  beim autogenen Training wirst du  dann nach 
einer Gewöhnungsphase immer schneller Entspannung und Einstimmung 
zu   weiterer   Meditation  finden.  Bist   du  mit  deinem  Leben  im  Moment 
zufrieden, dann wird dir bestimmt nicht mehr langweilig. Du kannst nun 
jeder   Zeit   in   deinem  Innerland   wandern   und   fliegen,   neue   Gegenden 
erkunden  und  ausruhen...   von  wegen Träumereien,  die  Stärkung  deiner 
Vorstellungskraft kann für dich und andere noch erstaunliches ans Licht 
bringen! Und die Zeit ist besser genutzt als der lähmende allabendliche 
Blick in die Zimmerecke (TV) vieler Pseudorealisten. Wer die menschliche 
Traumfähigkeit, die Fantasie und innerlich freie Kreativität beleidigt, der 
hat vergessen, dass  alle Alltagserfindungen  und Konsumgüter auf  diese 
wunderbaren Fähigkeiten des menschlichen Nervensystems zurückzuführen 
sind. 

2. Aussöhnung (Verbindungsphase):
Beispiel: Erlebnisse in »das Meer der Vielfalt« einbinden.

Prinz: Habe ich mich so im Innerland, an Meer und Strand entspannt 

und aufgewärmt, beginne ich zu lauschen, zu warten. Bin ich noch nicht 

ganz ausgesöhnt, wird bald ein Gedankengang entstehen, eine Sehnsucht 

oder eine Emotion aufkommen. Mein Nervensystem zeigt mir so von 

allein wo ich dann im Meer der Vielfalt erneut »eingetaucht werde« und 

mich aussöhnen sollte und muss, um wieder gedankenfrei an meinen 

Zuhausestrand zu gelangen. Ich schwimme, tauche verspielt wie ein 

Delfin in Richtung jeweiliges Erlebnis, erinnere mich an Gutes und 

weniger Gutes, Stimmiges und weniger Stimmiges, ich versuche die 

Lebenssituation, die mir in den Sinn kommen einzuordnen, zu verbinden, 

positiv zu bewerten, aus ihnen eine Lehre zu ziehen, in Frieden 

abzustreifen. Ich versuche meine Meditationsgedanken letztlich als Teil 

aller folgerichtig-rationalen Gedanken(gänge) und emotional-

assoziativen Gedanken zu erkennen, die ich in meinem Leben denke und 

die meinem bewussten Leben in seiner Gesamtheit wertvoll sind, es zum 

Guten oder zum Schlechten ausmachen, das liegt zum großen Teil an der 

Art und Weise meiner Meditationen.   

Hatte das Erlebnis zum Teil auch negative Aspekte oder war das Erlebnis 

undurchsichtig, vielschichtig, chaotisch, hatte ich teilweise einen vagen,  

unsicheren emotional-assoziativen Gedanken dabei? Dann tauche ich 

tief ein ins dunkle, tiefe Meer der Vielfalt oder schwimme weit hinaus. Ich 

nehme mir Zeit um Licht ins Erlebnisdunkel zu bekommen, versuche  

Neue Gedankengänge zu positiven und bekannten Gedankengängen zu 

B E W U S S T WA N D E R N . O R G       2 7 6

10

20

30

40