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H A N D B U C H   D E S   B E W U S S T WA N D E R N S   O N L I N E

Grundlegendes über die Aussöhnung durch 

Meditation

In erster Linie bzw. Ebene heißt Meditation im Sinne der Ausbildung nichts 
anderes, als bewusstes Aussöhnen rational-folgerichtiger Gedanken(gänge) 
und emotional-assoziativer Gedanken durch bewusstes Nachdenken bzw. 
bewusstes Nachfühlen. Neben dem Schlaf und der Aussöhnhandlung ist die 
Meditation eine der drei grundlegenden Möglichkeiten der Aussöhnung.  
Du  kannst  folgerichtig-rational  denkend  zwischen  rational-folgerichtiger 
Meditation   und   emotional-assoziativer   Meditation   unterscheiden.   Du 
kannst  also  rational-folgerichtige  Gedanken  nachdenken  und  emotional-
assoziative   Gedanken   nachdenken   und   in   deine   Vorstellungswelt 
befriedigend   und   stimmig   einordnen.   Du   kannst   rational-folgerichtig 
nachdenken  und  emotional-assoziativ   nachdenken  bzw.   aussöhnen.  Das 
Nachdenken und das Nachfühlen sind also auch wirkungsvolle Taten im 
Sinne der wirkungsvollen Aussöhnung deiner Nervensystemaktivitäten. 
Wenn   du   dir   das   ganzheitlich-freien   Denken   erschlossen   hast,   ist   es 
übrigens   dann   nicht   mehr   sinnvoll,   von  bewusstem  ganzheitlich-freien 
Nachdenken zu sprechen, denn die ganzheitlich-freie Meditation und das 
ganzheitlich-freie Erlebnis treffen sich im Moment. Du kannst jedoch in 
diesem  Sinne   eine   morgendliche  Traumerinnerung  als   einen  zumindest 
nachträglich erinnerten halbbewussten, ganzheitlich-freien Traumgedanken 
interpretieren.
Erlebnisse   emotional-assoziativ   nachzudenken   bzw.   auszusöhnen   fällt 
vielen  Menschen  schon  erheblich  schwerer   als   Erlebnisse   folgerichtig-
rational nachzudenken bzw. auszusöhnen. Sich emotional-assoziativ oder 
rational-folgerichtig  zu  erinnern  und  auszusöhnen,  ist  oft  nicht  einfach. 
Doch   mit   einiger   Übung   sind   auch   emotional-assoziative   Erlebnisse 
bewusster erlebbar, nachvollziehbar und aussöhnbar. 

Auf   der   Grundlage   der   Meditation   kannst   du   natürlich   auch   in   der 
Gegenwart   bewusst   handeln   und   aussöhnen.   Voraussetzung   ist   dann 
natürlich die Existenz von wirkungsvollen Verbindungen zwischen deinem 
Nervensystem, deiner Körpereinheit und deiner Umgebung. So kannst du 
unter Umständen und je nach Antrieb und Bedarf auch nach und während 
der Meditation aus dir heraus auf deine Umgebung einwirken. Das bedeutet 
praktisch: Dein Nervensystem muss wirkungsvoll mit deiner Körpereinheit 
und  deine  Körpereinheit  wirkungsvoll  mit  deiner  Umgebung  verbunden 
sein. Nun kann ein »dahermeditierter« rational-folgerichtiger Gedanke oder 
emotional-assoziativer Gedanke bzw. eine Entscheidung oder Entschluss 

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