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H A N D B U C H   D E S   B E W U S S T WA N D E R N S   O N L I N E

später im Werk näher eingegangen.
Es gab und gibt ja eine entscheidende unbewusste und bewusste emotional-
assoziative Komponente bei jeder Forschungsarbeit, wie manch einer aus 
der   Hirnforschung   weiß.   Bei   jeder   bewussten   oder   unbewussten, 
wiederholten   und   ausdauernden   Beschäftigung   mit   dem 
Forschungsgegenstand,   mit   allen   Sinnen,   kann   uns   die   emotional-
assoziative Funktionsebene einen durch keine Statistik, keine empirischen 
Untersuchung,  keine  Messmethode  besser   und  einfacher   zu   vermittelte 
„emotional-assoziative Statistik“ der Nervensystembereiche präsentieren, 
die im Laufe der Forschungsarbeit, Messungen, Versuche, Auswertungen 
bewusst oder unbewusst verbindlicher wurden, gemeinsam aktiviert und 
vernetzt wurden. Diese neuen Nervensystembereiche sind Grundlage von 
emotional-assoziativen   „Erkenntnissen“,   die   gerade   über   unseren 
mehrdimensional   verbindlichen,   komplexen,   vielfältig   veränderlichen 
Forschungsgegenstand erste Auskunft geben können, und sei es ein erstes 
Gespür,   dass   uns  während  der   Forschung  und  Suche  leitet.   Benötigen 
unsere folgerichtig-rationalen Erkenntnisse unsere emotional-assoziativen 
Erfahrungen!
Welches   komplexe   Instrument   kann   sich   besser   mit   dem 
Forschungsgegenstand   und   seiner   spezifischen   Verbindlichkeiten   als 
Wirkeinheit   der   Vielfalt   verbinden,   als   unser   Nervensystem   auf   der 
rational-folgerichtigen,   emotional-assoziativen   oder   ganzheitlich-freien 
Funktionsebene  mit  seinen  Milliarden  neuronalen Wirkeinheiten,  seinen 
Verbindlichkeiten und seiner Plastizität? Und Egal was wir für Hilfsmittel 
verwenden bei unseren Nachforschungen, es ist letztlich immer wieder das 
Nervensystem,   dass   die   Forschung   macht,   Messungen   Interpretiert, 
Aussagen   formuliert.   Dieses   Werk   widmet   sich   der   bewussten 
Wahrnehmung,   Rückkopplung   und   Aussöhnung   unmittelbarer 
Nervensystemaktivitäten und hebt damit das grundlegende Arbeitsprinzip 
des Nervensystems ins Bewusstsein! Ist diese Auseinandersetzung mit dem 
grundlegenden Arbeitsprinzip seines Nervensystems nicht ein „Muss“ für 
jeden wissenschaftlich arbeitenden Menschen?
Welcher   Wissenschaftler   nutzt   nicht   während   seiner   wiederholten 
Nachforschungen, seiner Studien, Auswertungen, Interpretationen unter zu 
Hilfenahme aller möglicher Medien, Mittel und Methoden, Maschinen und 
Systeme   zumindest   die   emotional-assoziative   Funktionsebene   seines 
Nervensystems unbewusst oder halb bewusst? Eine Wahrheit stellt sich 
doch gerade aus der Sicht der Gehirnforschung so dar, dass gerade aus den 
komplexen,  sphärischen Aktivitätsmustern,  die  in  der  wiederholten  und 
lebendigen   Auseinandersetzung   mit   dem   Forschungsgegenstand   im 
Alltagsmoment  entstehen,   sich   in   einem  Zyklus   der   offenen  Suche   & 

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