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H A N D B U C H   D E S   B E W U S S T WA N D E R N S   O N L I N E

scheinen.   Dein   Körper   ist   da   stur   wie   ein   Ochse   oder   besser   gesagt 
Fünfhundertmillionen   mal   sturer   wie   ein   durchschnittliches, 
ausgewachsenes, gutbürgerlich-deutsches Nervensystem. Vergleiche hinken 
irgendwo, aber sieh diese Tatsache einfach so: Der arme Leib kann eben 
nicht anders, ob du willst oder nicht, du steckst mit ihm unter einer Decke 
und ihr müsst das beste daraus machen und vergiss nie: Dein Körper hat 
zuerst auf diesem Planeten gesiedelt und erst viel, viel, viel später kam 
deine Vorstellungswelt mit seiner Hilfe dazu. Gröbere Abweichungen von 
seiner Traditionen bezahlen du und er bitter mit Krankheit, Schmerz, Leid 
und frühem Systemzerfall bzw. Körperzerfall.
Aber   auch   hier   kannst   du   dich   am   Ende   der   Ausbildung   deiner 
Denkfähigkeiten auf eine neue zuckersüße, lebendige, genussreiche Einheit 
zwischen   deinem   traditionsbewussten   Körper,   deinem   hypermodern 
ausgerüsteten  Nervensystem  und  deiner  ewig  gleichen  und  doch  neuen 
Umgebung freuen! Du wirst vielleicht bewusst das genießen können, was 
du und deine Körpereinheit schon immer ward und seid – eine lebendige 
untrennbare,   kooperative   (Zell)Gemeinschaft,   ein   Organismus  und  eine 
Wirkeinheit unter allen Wirkeinheiten deiner Umgebung  
Günstig wäre nun erst einmal,  dass  du dir  bewusst wirst, mit welchen 
stofflichen Genussdrogen sich dein traditionsbewusster Körper am liebsten 
verbindet bzw. durch sich hindurchfließen lässt. Das weiß man heute schon 
recht genau über die Ernährungsgewohnheiten unserer nächsten Primaten-
Verwandten und der Entwicklungsgeschichte des Menschen.

Dein  Freund  braucht  es  roh  und  ungewürzt. Alles  was  über  40  Grad 
Celsius erhitzt, gebraten, gebacken, geröstet oder getrocknet ist, schlägt 
ihm mit der Zeit auf den Darm, schlägt sich auf die Gelenke, Nieren und 
über   die   Blutbahn   auf   die   Gefäße,   geht   ihm   obendrein   kurz-   und 
längerfristig auf die Nerven und kostet Lebensenergie.
In   den   letzten   ca.   4   Millionen   Jahren   hat   er   sich   überwiegend   auf 
Muttermilch...   Grünpflanzen/   Gemüse/   Früchte/   Obst/   Samen 
eingeschossen. Auch sauberes Quell- bzw. stilles Mineralwasser ist sein 
Ding.   Tierisches   Protein   (bis   auf   die   Muttermilch   in   den   ersten 
Lebensjahren) kannst du vernachlässigen und wenn, dann sollte es eine 
seltene Festtagsspeise sein.
Wenn du keine Tiere auf deinen Teller lässt und aufmerksam isst und 
deine Speisen wäschst, dann kannst du das uralte Parasitenproblem in 
Grenzen halten.

Was und wie du gerade am liebsten isst, weißt du selbst am besten und hier 
gibt es sicherlich erste Differenzen zwischen euch Zwei-Einen (deinem 

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