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H A N D B U C H   D E S   B E W U S S T WA N D E R N S   O N L I N E

Qualitativer Grundbedarf an Genussdrogen

In   Folgendem  geht   es   um  die   Genussdrogen,  die   dir   längerfristig   ein 
leidfreies Leben ermöglichen und damit die Basis schaffen für alle anderen 
Drogengenüsse des Lebens und seiner Vielfalt. Welche Genussdrogen zu 
diesem   Grundbedarf   gezählt   werden   können,   ist   weitgehend   von   der 
Evolution   des   Menschen   bzw.   seinen   begrenzten 
Stoffwechselmöglichkeiten   abhängig   und   daher   weniger   eine 
Einstellungsfrage als viele Menschen es derzeit noch glauben.
Du bist zwar ein »Allesfresser«, aber dieser biologische Begriff ist anders 
definiert, als du vielleicht denkst. Das zeigen dir schon weitgehend deine 
Erfahrungen, denn du musst eingestehen das »Alles« ziemlich wenig ist, 
wenn du es in der Praxis ohne größeren Verdruss verspeisen willst. Steine, 
Erde, Zimmerinventar, ja die meisten Gegenstände in deiner Umgebung, 
machen dich auf Dauer kaum satt. Sie lassen sich oft gar nicht in deine 
Körpereinheit   aufnehmen  oder   es   wird   schwer   einen   Genuss   bei   der 
Vereinigung  zu  empfinden. Aber   auch  die  stoffliche  Ernährung  ist   erst 
einmal Privatsache und du hast die Freiheit alles anzukauen was du willst 
oder  dich  mit  allen  möglichen  und  unmöglichen  Stoffwechseldrogen  zu 
verbinden. Gerade beim Kauen und Runterschlucken oder allgemein beim 
Einführen   von   verschiedenen   Dingen   merkst   du   sicherlich,   dass   dein 
spezifischer   Körperbau   deiner   prinzipiellen   Vorstellungs-   und 
Genussfreiheit einen Klotz vors Bein schmeißt und du kannst dir an deiner 
»altmodischen« Körpertradition die Zähne ausbeißen.
Im Gegensatz zu deinen anfälligen Vorstellungen, deinen schnelllebigen, 
flüchtigen folgerichtig-rationalen Gedankengängen, deinen wechselhaften 
emotional-assoziativen   Gedanken   und   inneren   Momentüberzeugungen, 
baut  dein  Körper   mit  jeder  Zelle  auf  eine  ca.   4  Milliarden  Jahre   alte 
Tradition des Überlebens! 4 000 000 000 Jahre (ungefährer Ursprung des 
Lebens) sind eine lange Zeit. 
Mit einem kleinen Gespür von Größenordnungen kannst du nun erahnen, 
das   sich  dein  Körper   in  stofflichen  Ernährungsfragen  und  in  ernsteren 
Überlebenssituationen nicht gerne in die Suppe spucken lässt. Er hat eine 
ganze   Menge   »Erfahrung«   gesammelt,   um  mit   den   Wirkungen   seiner 
Umgebungen zurechtzukommen. Diese Erfahrung ist oft recht fest fixiert. 
Deine   Körperzellen   und   Organe   haben   sich   auf   eine   ganz   konkrete 
Nahrungszusammensetzung   spezialisiert.   Da   kann   deine   20-   oder   50-
jährige   Vorstellung   von   geeigneter   oder   ausgewogener   Ernährung   und 
Lebensweise oder die 30 Sekundenfastfoodwerbung noch so überzeugend 

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