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H A N D B U C H   D E S   B E W U S S T WA N D E R N S   O N L I N E

Das heißt nicht, dass du reinhauen kannst was das Zeug hält oder unbeirrt 
mit deiner Genussdroge verschmelzen kannst. Es heißt lediglich, dass dir 
mehr   Erfahrungswerte   und   Information   zu   Dosierung,   Risiken   und 
Wirkungen zur Verfügung stehen, die dir helfen können, bewusst Folgen 
abzuschätzen.

Ergänzungsdrogenregel 

Eine   Genussdrogeneinnahme   bedarf   oft   der   Einnahme   einer   oder 
mehrerer   anderer   Ergänzungsdrogen   (unterstützende   Genussdrogen), 
willst   du  nicht  Unwohlsein,  Mangelerscheinungen  und  Krankheit  oder 
vorzeitiges Ableben riskieren. 

Gehst   du   eine   Verbindung   mit   einer   neuen   Genussdroge   ein,   dann 
veränderst du meist eine ganze Reihe anderer wirkungsvoller Verbindungen 
in  deiner Wirklichkeit.  Die Wirklichkeit  durfte  ein zusammenhängender 
Energie- und Lebensteig sein und du kannst die Form verändern, aber nicht 
einzelne, unabhängige Brötchen backen. Die Ergänzungsdrogenregel gilt 
besonders   ab   der   dritten   Genussdrogenstufe   (siehe   auch 
»Genussdrogenleiter« weiter unten) und sie ist den meisten Menschen noch 
nicht bewusst. Wenn du im Sinne der kleinen Drogenschule denkst, wirst 
du   bemerken,   dass   wenige   Genussdrogen  für   sich   alleine   genussreich 
wirken  können.  Das   hat   zum  einen  stoffwechselphysiologische  Gründe 
bzw. neurologische und gesellschaftliche Gründe. 
Es   ist   von  vornherein  günstiger,   die  Genussdrogeneinnahme  global   zu 
betrachten und sich ihre ganzheitliche Wirkung auf deine Körpereinheit 
bewusst zu werden. Wer A sagt, muss auch B sagen, gilt hier besonders.
Allgemein: Wenn du dich A mit Genussdrogen verbindest, an die deine 
Körpereinheit  nicht  ausreichend  angepasst   ist,   musst  du  B   mit  deinem 
Bewusstsein die Schutzfunktion übernehmen.
Beispiele: Wenn du A die Genussdroge »erhitzte und gesalzene Speisen« zu 
dir nimmst, musst du auch B viel Wasser zu dir nehmen, um Nierenschäden 
langfristig zu vermeiden. Wenn du A kiffst und B vergisst etwas zu trinken, 
wird dir bald die Zunge am Gaumen kleben und den Genuss schmälern. 
Wenn du A die Genussdroge »Süßigkeit und Zuckerwerk« magst und B 
vergisst,   dich  ausreichend  zu  bewegen,  C   vergisst  deine  Kalzium-  und 
Vitamin-B-Zufuhr zu erhöhen und D vergisst, dich mit der Situationsdroge 
Zähneputzen zu verbinden – wirst du beispielsweise aufgehen wie eine 
Qualle,   spröde   Knochen   riskieren   und   dem   Zahnarzt   bald   bei   der 
Finanzierung seiner neuen Praxis unter die Arme greifen.

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