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H A N D B U C H   D E S   B E W U S S T WA N D E R N S   O N L I N E

erschöpfenden,   nervenaufreibend   oder   schlaflos   und   kann   dir   sogar 
genüssliche   oder   intensivere   emotional-assoziative   Gedanken   oder 
ganzheitlich-freie Gedanken bzw. Lebensmomente verhindern und kann auf 
Dauer sogar zu Verdruss, Stress und Krankheit führen. 
Willst du also Musik oder ein Kunstwerk, die geistige Innenwelt eines 
Mitmenschen oder eine komplexe Alltagssituation vollständig mit deinem 
RW erfassen und verstehen, musst du zwangsläufig scheitern. Bist du dir 
nicht über diese natürlichen Denkgrenzen bei einer Beschreibung bzw. in 
Kommunikations- oder Erlebnissituation bewusst, kommt es unweigerlich 
zu Missverständnissen zwischen deinen (Kommunikations-)Partnern.
Du entwickelst die einzelnen Denkfähigkeiten ganz geschmeidig und lernst 
ihre Grenzen bei deinen kleinen klassischen Erlebniswanderungen (siehe 
zweites   Buch)   kennen   und   akzeptieren.   Du   wirst   merken,   wie   diese 
Grenzen   bald   immer   zarter   werden   und   wie   sich   die   einzelnen 
Denkfähigkeiten  bestens  ergänzen  können.  Das   Geheimnis  liegt  in  der 
rechtzeitigen bewussten großen MW-Umschaltarbeit. Schaltest du gar nicht 
und versuchst mit Gewalt, das folgerichtig-rational zu denken was logisch-
folgerichtiges   Denken  übersteigt   und  eben  das   emotional-assoziativ   zu 
fühlen was das emotional-assoziative Denken übersteigt, läufst du Gefahr 
dein Nervensystem zu überlasten oder deinen Kommunikationspartner zu 
verstören. Du wirst ohne deine bewusste große MW-Umschaltarbeit immer 
wieder an den unumstößlichen, natürlichen Denkgrenzen scheitern.
Alles   will   geduldig   gelernt   sein,   auch   der   Respekt   vor   den   eigenen 
natürlichen   Denkgrenzen   im   eigenen   Kopf   und   der   Respekt   vor   den 
bewussten/   unbewussten   Denkgrenzen   deiner   Mitmenschen. 
Gleichberechtigte Kooperation mit deinem Umgebungssystem beginnt also 
schon bei der bewussten Kooperation zwischen den Denkfähigkeiten im 
eigenen Kopf.
Auch  die   ganzheitlich-freie   Denkfähigkeit   hat   ihre   Grenzbereiche.   Vor 
allem  trennende  (negativ)   folgerichtig-rationale  Gedanken  und  negative 
emotional-assoziative   Gedanken,   wie   Angst,   Schmerz,   Hass   können 
verspielte,   dauerhafte,   ganzheitlich-freie   Gedanken   unmöglich   machen. 
Folgerichtig-rationale Vergleiche und Aussagen sind aber so nützlich wie 
störend   für   eine   erste   brauchbare   Vorstellung   des   ganzheitlich-freien 
Denkvermögens und Erlebens.   Sollten dich diese folgerichtig-rationalen 
Aspekte zum ganzheitlich-freien Denken verstören, brauchst du sie nicht 
über   zu   bewerten.   Du   bist   sicherlich   gespannt   darauf   wie   sich   das 
ganzheitlich-freie Denken »anfühlt«. Es ist verlockend aber du darfst nicht 
versuchen   es   nur   fühlen   zu   wollen!   Nur   das   Gleichnis   zwischen 
folgerichtig-rational   Denken  und  emotional-assoziativ   Denken  kann  dir 
einen ersten Anhaltspunkt geben. Der dir bekannte Qualitätsunterschied 

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