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H A N D B U C H   D E S   B E W U S S T WA N D E R N S   O N L I N E

So   kannst   du   durch   die   MW-Arbeit   bewusst   von   einem  folgerichtig-
rationalen   Gedanken(gang)   zum   anderen   folgerichtig-rationalen 
Gedanken(gang)   wechseln  bzw.  bewusstwandern  =  kleine   MW/RW-
Umschaltarbeit
.   Diese   kleine   MW/RW-Arbeit   hilft   dir   zum   Beispiel 
Gesprächen   mit   wechselnden   folgerichtig-rationalen   Inhalten   auf   einer 
Geburtstagsfeier zu (ver)folgen. Du kannst aber auch von einem emotional-
assoziativen Gedanken zu einem anderen emotional-assoziativen Gedanken 
wechseln   bzw.  bewusstwandern   =  kleine   MW/EW-Umschaltarbeit
Diese Arbeit kann dir bewusst werden, z.B. wenn du ein Musikalbum mit 
verschieden, emotional berührenden Musiktiteln mithörst und mitfühlst. Du 
kannst   aber   auch   bewusst   zwischen   folgerichtig-rationalen 
Gedanken(gängen)   und   emotional-assoziativen   Gedanken(feldern),   also 
bewusst   zwischen   RW-Arbeit   und   EW-Arbeit   wechseln   bzw. 
bewusstwandern = große MW-Umschaltarbeit. Diese MW-Arbeit hilft 
dir   auch   scheinbar   folgerichtig-rational   unvereinbare   Aspekte   deiner 
Vorstellungswelt  unter  einem  neuen  gemeinsamen Aspekt  zu  betrachten 
bzw. emotional-assoziativ zu integrieren.
Du kannst also die MW-Arbeit folgerichtig-rational unterteilen, um einen 
ersten   Zugang   zu   ihr   zu   finden.   Entweder   du   verwendest   dein   MW 
innerhalb einer Funktionsebene = kleine MW-Arbeit. Oder du verwendest 
dein   MW,   um   zwischen   unterschiedlichen   Funktionsebenen   deines 
Nervensystems zu wechseln = große MW-Arbeit. 
Die kleine MW-Arbeit ist sicherlich einfacher zu erlernen als   die große 
MW-Arbeit. Im Alltag ist der bewusste Einsatz deines MW’s jedoch immer 
bemerkenswert und weder schwer noch leicht. Je nach persönlichem Bezug 
zu   deiner   Umgebungssituation  kann  die   kleine   und  große   MW-Arbeit 
verspielt, schwer oder im Moment noch unmöglich sein. Anfangs wird man 
oft noch zu emotional-assoziativ oder rational-folgerichtig fixiert sein. Du 
wirst einige Monate bzw. Jahre benötigen, um die MW-Arbeit verspielt 
und  doch  ehrlich  in  deinem Alltag  anwenden  zu   können  und  in  deine 
Persönlichkeit bzw. Vorstellungs- und Erlebniswelt einzugliedern. 
Es ist praktisch nicht sinnvoll, von ganzheitlich-frei nachdenken im Sinne 
von nachdenken oder nachempfinden zu sprechen, denn das Bewusstsein ist 
im   ganzheitlich-freien   Denken   zunehmend   momentorientiert, 
Vergangenheits-   und  Zukunftsaspekte   sind   ausgesöhnt   (bewusst   erlebte 
Zeitfreiheit). 
Es   gibt   sicher   folgerichtig-rational   denkbare   und   kommunizierbare 
Gemeinsamkeiten   zwischen   folgerichtig-rationalem   Denken,   emotional-
assoziativem Denken und ganzheitlich-freiem Denken, denn sie lassen sich 
ja   zumindest   auch   auf   bewusst   steuerbare   Vorgange   in   unserem 
Nervensystem zurückführen.  Es gibt aber Aspekte die sich grundsätzlich 

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