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H A N D B U C H   D E S   B E W U S S T WA N D E R N S   O N L I N E

entscheidend  in  welcher  Struktur  oder  durch  welches  Prinzip  bzw.   die 
Fähigkeit   zum   bewussten   Umschalten   in   unserem   Nervensystem 
grundsätzlich   existiert   bzw.   wie   es   dein   Nervensystem  schafft   eigene 
Wirkeinheiten »eigenwillig und frei« zu aktivieren. Es reicht zu wissen, 
dass jedes menschliche Nervensystem diese wunderbare Fähigkeit in sich 
trägt! Du solltest dich nicht an rational-folgerichtigen Erklärungsversuchen 
stoßen.
Wie jeder Mensch besitzt du die Fähigkeit zwischen deinen folgerichtig-
rationalen   Gedanken   und   emotional-assoziativen   Gedanken   springen, 
umschalten   und  dich   bzw.   deine   Körpereinheit   aus   Erlebnissituationen 
lösen zu können. Du kannst mit Hilfe des MW’s deinen RW- und EW-
Einsatz kontrollieren und koordinieren. Wenn du zum Beispiel in einem 
Gespräch  zwischen  den Themen  und  Gedankengängen  wechselst,   dann 
setzt du dein MW ein. 
Ohne   dein   Metawerkzeug   könntest   du   keinen   folgerichtig-rationalen 
Gedankengang   denken   und   frei   wie   ein   Vöglein   in   einem   anderen 
folgerichtig-rationalen   Gedankengang   weiterdenken.   Dieses   bewusste 
wechseln von einem Gedankengang in den nächsten kannst du auch die 
kleine MW/RW-Arbeit nennen. 
Je nach Sinngehalt der Gedanken und Gedankengänge und je nach dem wie 
geübt du bist, geht diese kleine MW-Arbeit leichter oder etwas schwerer 
von  statten.   Folgende  zwei   Gedankengänge  als   Beispiel  für   die  kleine 
MW/RW-Arbeit (am Abendbrottisch): „Heute habe ich auf dich gewartet, 
ich dachte dir ist wegen dem Unwetter auf der Strasse was passiert!“ – 
bewusste   kleine   MW/RW-Arbeit   –   „Wir   brauchen   noch   Butter, 
Bienenhonig und Brot für das Frühstück.“ 
Oder   du   wechselst   bewusst   zwischen   deinen   emotional-assoziativen 
Gedanken. Das kannst du kleine MW/EW-Arbeit nennen. Zum Beispiel 
wenn  du  erst   lachst   und  dann  bewusst   wieder   ernster   wirst   oder   gar 
mitfühlend, dann wieder streng und zum Schluss wieder liebevoll. Das tut 
zum Beispiel eine gute Lehrerin oder jeder Papa und jede Mama gegenüber 
seinen Kindern mehr oder weniger bewusst. Oder du bist Musiker und 
musst   ein   Musikstück   zwischen   traurig   und   heiter   interpretieren   und 
vortragen, dann benötigst du auch die kleine MW/EW-Arbeit. Sie ist meist 
anspruchsvoller und benötigt mehr Übung als die kleine MW/RW-Arbeit.
Du kannst aber auch bewusst zwischen folgerichtig-rationalem Denken und 
emotional-assoziativem Denken wechseln. Dies kannst du dann die große 
MW-Arbeit
  nennen. Sie ist noch etwas anspruchsvoller und noch etwas 
schwerer zu erlernen. 
Ohne das MW wäre eine sinnvolle RW- oder EW-Arbeit überhaupt nicht 
möglich. Du würdest dich sozusagen festdenken oder würdest vor lauter 

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