background image

H A N D B U C H   D E S   B E W U S S T WA N D E R N S   O N L I N E

Du hast es hierbei mit einer neuen Dimension bzw. Funktionsebene aktiver 
zusammenwirkender  Nervenzellen  und  neuronaler Wirkeinheiten  zu  tun 
und so kannst  du auch neuartig denken. Du kannst bewusst emotional-
assoziativ denken, bewusst Lebens- und Körpergefühle bzw. Emotionen 
entwickeln. Wie sich das erlebt kennst du sicher aus eigener Erfahrung. 

Deine emotional-assoziativen  Gedanken  vermitteln dir,  nun  sagen wir, 
Verbindungswahrscheinlichkeiten. 

Das   heißt   in   etwa:   Hohe   Wahrscheinlichkeit,   dass   Wirkeinheiten 
miteinander   wirkungsvoll   in   positiver   Verbindung  mit   dir   stehen   oder 
zusammenwirken = starkes positives Gefühl. Geringe Wahrscheinlichkeit, 
dass   etwas   miteinander   in   positiver   Verbindung   mit   dir   steht   oder 
zusammenwirkt = schwaches bzw. weniger intensives positives Gefühl. Du 
hast also mit dem emotional-assoziativen Denken eine Art Statistikfunktion 
an Bord.  
Die bewusste EW-Arbeit benötigt meist etwas Zeit und einige Erfahrungen, 
bis du ihre Wirksamkeit erleben kannst. Du benötigst erst die einzelnen 
bewussten   Erfahrungen,   damit   sich   darüber   ein   emotional-assoziativer 
Gedanke entwickeln  kann.  Eine  effektive EW-Arbeit ist meist auf  eine 
Vielzahl von Erfahrungen und besonders am Anfang auf die folgerichtig-
rationalen Sicherheiten und Verbindlichkeiten der RW-Arbeit angewiesen.  
Die bewusste Rückkopplung und Aussöhnung ist bei der EW-Arbeit und 
bei   der   bewussten,   eigenverantwortlichen   Erzeugung   von   emotional-
assoziativen Gedanken ein muss um wirklichkeitsnah zu bleiben! Was das 
bedeutet und wie du diese Rückkopplung und Aussöhnung bewerkstelligst, 
dass   erfährst   du  während  deiner  Ausbildung  mit  diesen  Büchern  noch 
genauer. 
Die Anwendung des Emotionalwerkzeugs wird durch das derzeitige Schul- 
und   Gesellschaftssystem   noch   nicht   bewusst   gezielt   und   systematisch 
gefördert.   Unbewusst   findet   eine   extreme   Förderung   des 
Rationalwerkzeugs   statt,   das   EW   bleibt   in   den   meisten 
Ausbildungseinrichtungen bis zur Entlassung unterentwickelt.
Aber wenn du dich an deine Fahrschule erinnerst: Hier hast du erst das 
Fahrzeug und seine Benutzung recht verbindlich mit deinem RW kennen 
gelernt und viele langsame Schritt-für-Schritt-Erfahrungen gesammelt, bis 
du dich nach der praktischen Prüfung und einigen Jahren Fahrpraxis auf 
deine EW-Arbeit verlassen konntest. So fährst du heute sicher emotional-
assoziativ, gefühlvoll und flüssig und hoffentlich geschmeidig. Vielleicht 
hast du ja sogar bewusste emotional-assoziative Gedanken für kritische 
Verkehrssituationen. 

B E W U S S T WA N D E R N . O R G       1 7 8

10

20

30

40