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H A N D B U C H   D E S   B E W U S S T WA N D E R N S   O N L I N E

der   geistigen   und   körperlichen   Lebenskraft   zur   Entscheidung   und 
Umsetzung, eine wichtige Rolle zu. Wir besitzen in einiger Abhängigkeit 
(z.B. in Abhängigkeit von unserer Entwicklungsgeschichte als biologische 
Art,   in   Abhängigkeit     von   unserer   geistigen   und   körperlichen 
Individualentwicklung, in Abhängigkeit   von den Gegebenheiten unseres 
Lebensraumes, in Abhängigkeit von einigen physischen und biochemischen 
Faktoren, usw.)  einen frei-willigen  (Schöpfer)Geist! Dieser eben geformte 
Satz scheint durchaus eine Unmöglichkeit in sich zu sein. Wer dies zu 
kritisch betrachtet, ja den eigenen freien Willen womöglich bezweifelt, oder 
gar die Nichtexistenz dieser geistigen Freiwilligkeit einzig mit Hilfe der 
folgerichtig-rationalen   Funktionsebene   des   eigenen   Nervensystems   zu 
beweisen versucht ist, dem fehlt es lediglich an Übung & Erfahrung mit der 
geistigen Fähigkeit des freien Willens und mit dem Einsatz der folgerichtig-
rationalen   Funktionsebene,   dem   bleibt   die   folgerichtig-rationale 
Wissenschaft   ein   Narrenwerkzeug,   das   teilen   kann,   aber   nicht 
zusammenführen! Der „freie Wille“ bedarf geradezu der Abhängigkeiten 
der unmittelbaren INDIVIDUELLEN WIRKLICHKEIT, letztlich um sich 
überhaupt in ihr oder aus ihr heraus Richtung geben zu können.
Natürlich leben Menschen immer und immer wieder vom Grunde an im 
Moment, in jener Relativität und innerlichen Besitzlosigkeit, als Teil der 
Vielfalt,   aus   der   Bewusstseinsstille   heraus,   in   einer   eigenen 
Lebenssicherheit, in ihrer Selbstbezogenheit, so immer wieder existenziell 
hier, dann Erwachend und/oder Erwachsen und nun erst defensiv in jeder 
neuen   Umgebungssituation   seiend,   jedoch   bald   staunend,   aktiver 
wahrnehmend & dann eigene Gedanken und Empfindungen reflektierend 
(Nervensystemaktivitäten   wahrnehmen   und   rückkoppeln!).   Hier   im 
Moment sind  wir  unbewusst oder auf der Grundlage  der  unmittelbaren 
Reflexionen   von   eigenen   Nervensystemaktivitäten   (Rückkopplungen) 
zunehmend   bewusster   wahrnehmend,   mit   bewussten   Rückkopplungen 
beschäftigt und so im vernünftigen Vorbehalt, demütig – irgendwann und 
letztlich jedoch immer wieder vollkommen positiv und liebevoll reagierend, 
seiend   in   der   Tat   des   Aussöhnens   von   Nervensystemaktivitäten, 
Grundbedürfnissen,   letztlich   und   besten   Falls   geduldig   und   liebevoll 
ganzheitlich aussöhnend, um erneut wahrzunehmen, erneut rückzukoppeln 
und wieder und wieder  auszusöhnen? Lässt sich dieses wechselvolle Sein, 
dieser immer wiederkehrende Weg der Wahrnehmung, Rückkopplung  und 
Aussöhnung letztlich mit aller Bewusstseinsfülle genießen? 
Das   Wahrnehmen,   das   Rückkoppeln   und   das   Aussöhnen   (unter 
Zuhilfenahme   der   wesentlichen   Funktionsebenen   &   Fähigkeiten   des 
eigenen Nervensystems) sind die natürlichen Subroutinen des bewussten, 
ganzheitlich-freien Lebens.

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