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H A N D B U C H   D E S   B E W U S S T WA N D E R N S   O N L I N E

Körpereinheit  gelöst oder  neu  hergestellt.  Der  Lehrweg  des Wanderns 
gründet sich auf dem persönlichen Erlebnis.

Erlebnisse sind für dich runde Sachen. Einmal überstanden lassen sie sich 
jedoch   nur   mehr   oder   weniger   gut   vermitteln   bzw.   in   das 
gesprächsnachbarliche   Ohr   pressen.   Je   kürzer   die   Zeit   ist,   die   dein 
Gesprächspartner für dich hat und je außergewöhnlicher dein Erlebnis war, 
umso   schwieriger   wird   eine   genaue   Schilderung.   Meist   wird   es   eine 
Version, nicht die ganze Wahrheit. Das gilt für jedes Erlebnis, dass du 
versuchst   nachzuerzählen   und   es   fällt   oft   schwer,   jeden   Aspekt   des 
Erlebnisses   wirklichkeitsgetreu   wiederzugeben.   Das   gilt   besonders   für 
sinnvolle Zufälle auf deinem persönlichen Ausbildungsweg. Still zu sein hat 
nichts mit Unehrlichkeit zu tun. Behalte sie also am besten für dich, außer 
du hast jemanden gefunden der was von sinnvollen Zufällen versteht... dann 
könnt ihr mal richtig loslegen.
Willst du diesen ganzheitlichen und speziellen Erlebnisraum vor allem mit 
Hilfe deiner folgerichtig-rationalen Denkfähigkeit in Form von Sprache und 
sinnvollen  Sätzen   vermitteln,   wirst   du  an   Grenzen   stoßen.   Emotional-
assoziative   Erlebnisaspekte   oder   gar   ganzheitlich-freie   Erlebnisaspekte 
lassen sich nicht vollständig durch Sprache oder dem geschriebenen Wort, 
durch  folgerichtig-rationale   Gedankengänge  vermitteln! Willst   du  einen 
emotional-assoziativen Gedanken  vollständig  erklären,  wirst  du  an  eine 
natürliche, rational-folgerichtige Denkgrenze stoßen. Mit der Zeit wirst du 
die   folgerichtig-rationale   und   die   emotional-assoziative   Erlebniswelt 
gleichberechtigter   nebeneinander   stellen.   Dabei   entstehen   eine   tiefe, 
dauerhaftere   »Lebensgefühlsmelodie«   in   deiner   Körpereinheit   und   die 
Fähigkeit   besonnen,   vernünftig   und   liebevoll   zu   handeln.   Das 
Kommunikationsgrenzen   keineswegs   mit   Genussverlust   verbunden  sein 
müssen, wirst du sicher selbst bald erfahren (stiller Genießer). Am besten, 
du   durchlebst   die   Erlebnisse   zusammen   mit   deinen   Freunden   und 
Freundinnen, dann fällt das Erinnern und Berichten später weitaus leichter 
und  es  reicht  manchmal  ein  Lächeln  und  ein Augenzwinkern  zwischen 
Erlebnis-Freunden,   um   das   Wesentliche   von   damals   wieder 
hervorzukramen.
Erlebnisse bzw. Erfahrungen mit der Umgebung können vieles bewirken, 
sie können letztlich sogar dein Genom verändern. Lies hierzu doch das 
verständlich geschriebene Buch über die Epigenetik von B.C. Lipton (siehe 
Literaturliste am Ende des Buches)!

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