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H A N D B U C H   D E S   B E W U S S T WA N D E R N S   O N L I N E

genauso  wie   das   „Nichts“   nur   das   Produkt  des   folgerichtig-rationalen 
Denkens bei dem Versuch alles Seiende, bzw. die ganze Vielfalt zu fassen, 
näher zu umreißen, zu bestimmen! Denn auf der folgerichtig-rationalen 
Funktionsebene müssen wir gegenüberstellend denken! Wir können nicht 
anders! Sobald wir uns über die gesamte verbindliche Vielfalt unterhalten 
stellt   unser   Nervensystem   dieser   Wirkeinheit   automatisch   auf   der 
folgerichtig-rationalen Funktionsebene etwas gegenüber. Das ist in diesem 
Falle das „absolute Nichts“ = die Gesamtheit aller absolut unverbindlichen 
Wirkeinheiten. Wir können das „Nichts“ nicht tatsächlich begreifen.
Wollen wir nicht an diesem Punkt das „wirkungslose Garnichts“ allein 
durch unsere  zeitraubende Darstellungen  und  Grübeleien  übergebühr  in 
unseren Alltagsmoment wirken lassen, so sollten wir uns diesen Aspekt der 
Vielfalt, diese grundlegende Denk- & Erlebnisgrenze, diese Erkenntnis als 
Lebenserfahrung einprägen, bewahren und ab sofort meiden! An diesem 
Punkt  reicht  die  Erkenntnis  und der  enorme  Lebenstrost:  Irgendwas  ist 
immer! Wir sind und bleiben ein Bestandteil, ein Spross des "verbindlichen 
Vielfaltsteiges", der prinzipiell aus einer Vielfalt von Wirkeinheiten besteht. 
Jede dieser verschiedenen Wirkeinheiten lässt das „Elementarteilchen der 
Vielfalt und Kooperation erkennen. Wenden wir uns also wieder und ab 
jetzt noch konsequenter der Existenz und dem Leben dieser Vielfalt, bzw. 
der Gesamtheit der verbindlichen Wirkeinheiten zu.

König zum Prinz: Das Wesen des Wortes »Verbindung« und das 

„Elementarteilchen der Vielfalt und Kooperation“  kannst du dir an 

Abbildung 5 verdeutlichen:

Die Wirkeinheiten der Vielfalt bestehen ihrerseits wieder aus mindestens  

zwei Wirkeinheiten und ihrer Verbindung & und bilden in ihrer 

Beziehungsvielfalt neue komplexere Wirkeinheiten bzw. Systeme.

Diese neu entstandene Wirkeinheit kannst du dir auch wieder mit 

anderen Wirkeinheiten verbunden vorstellen und so weiter. Es können  

sich also auch mehr als zwei Wirkeinheiten miteinander zu einer neuen 

Wirkeinheit verbinden. Sagen wir es also so: Eine Wirkeinheit besteht aus 

mindestens zwei Wirkeinheiten und ihrer wirkungsvollen Verbindung bzw. 

Beziehung bzw. Abhängigkeit. 

Am besten ist es, wenn du versuchst ganz bewusst Dinge zu verbinden  

und dein Werk mit der Abbildung oben vergleichst. Dabei wird dir das 

prinzipielle Wesen von Verbindungen bewusster und dir werden die  

verschiedenen Wirkeinheiten, das Verbindungsprinzip und das 

Entstehungsprinzip in deiner Umgebung deutlicher.

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