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H A N D B U C H   D E S   B E W U S S T WA N D E R N S   O N L I N E

gleichen   (Energie)Brei   geformt.   Das   hieße   beispielsweise,   dass   ein 
unabhängiger,   allein   stehender   Gott   genauso   wie   eine   einwandfreie, 
objektive Theorie (egal auf welchem Gebiet der Wissenschaft) undenk-, 
unfühl- bzw. unerlebbar, für unsere Erlebniswelten nicht existent wären. 
Um Gott erleben zu können, muss / müsste er wirksam sein, muss / müsste 
er  ein lebendiger  Gott sein. Jede  Erkenntnis oder Theorie bedarf eines 
Beobachters bzw. Theorieformulierers (Subjektivität jeder Erkenntnis oder 
Theorie; Einfluss des Beobachters auf die Situation, bzw. das Experiment).

Um  dich   selbst   erleben   zu   können,   muss   du   wirksam   sein.   Für   die 
Ausbildung   deiner   Denkfähigkeiten   bedeutet   das:   Du   kannst   das 
ganzheitlich-freie Denken in seiner neuen Qualität nur auf der Grundlage 
der Rückkopplung von Veränderungen der Vielfalt um dich bzw. bei der 
Rückkopplung  deiner  rational-folgerichtigen  Gedanken  und  emotional-
assoziativen Gedanken entdecken, dauerhaft erleben & anwenden!

In der Alltagspraxis tatsächlich anzunehmen, dass es eine letzte, einzige, 
objektive Wahrheit oder Wirklichkeit gibt, dürfte jedenfalls spätestens bei 
der Begegnung mit anderen Nervensystemen, auf Widerstand stoßen. Streit 
und Diskussion um die letzte Wahrheit wären dann reine Verschwendung 
von  kostbarer   Lebenszeit.  Daran  halten  sich  auch  die  kleine  lebendige 
Wanderschule   und   die   hiermit   vermittelte   ganzheitlich-freie 
Vorstellungswelt.   Wenn   du   also   grundsätzlich   (auch   grundlos)   anderer 
Meinung bist, ist das auch exakt und erst recht nicht falsch.
Die   Bedeutung   des   bewussten   und   harmonischen   Einsatzes   der   drei 
bewusst einsetzbaren Funktionsebenen des Nervensystems, namentlich der 
Funktionsebene  des folgerichtig-rationalen Denkens, der Funktionsebene 
des   emotional-assoziativen   Denkens   und   der   Funktionsebene   des 
ganzheitlich-freien  Denkens  für  alle   menschlichen  Lebensbereiche  wird 
dem Leser sicher spätestens in der Praxis des Alltags und schon bei den 
ersten  Bewusstwanderungen  wie  Schuppen  von  den Augen  fallen.   Das 
bewusste Nervensystem des Menschen macht ihn erst zu dem was er zu 
sein   gedenkt.   Erst   der   bewusste   Gebrauch   des   menschlichen 
Nervensystems  macht   es   selbst   zu   einem  bewusst   anderen   Menschen. 
Dabei   wird   es   sich   zwangsläufig   seiner   funktionellen,   energetischen, 
materiellen und informativ-geistigen Einheit mit dem Umgebungssystem 
gewahr.
Also, praktisch hat dein Nervensystem keine Möglichkeit etwas für sich 
selbst   Bestehendes   oder   etwas   verbindungs-   und   wirkungslos 
Herumstehendes zu erfassen, zu erleben oder es sich nutzbar zu machen. 
Das ist auch nicht tragisch, denn eine solche Einheit bzw. Gemeinschaft ist 

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