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H A N D B U C H   D E S   B E W U S S T WA N D E R N S   O N L I N E

ist   also   ein   Unterschied,   ob   deine   Körpereinheit   den 
Ausbildungsweg nur lesend zurücklegt oder ihn auch tatsächlich im 
Alltag geht und erlebt.

Der Buchband ist als »Rutsche« angelegt. Er demütigt sich sozusagen 

bewusst und aus gutem Grunde selbst immer stärker bis zum Ende, 
um   dich   auf   deinen   eigenen   praktischen   Ausbildungsweg   zu 
verweisen.   Liest   du  also   die  Bücher   bis   zum  Schluss   ohne  die 
Praxisübungen, fehlt irgendwie die Pointe. Diese ist mit Hilfe der 
Bücher und deinem Nervensystem sicher im Alltagsleben zu finden. 
Die  Bücher, dein  Nervensystem und  deine Ausbildungspraxis  im 
Umgebungssystem sind also als Einheit zu sehen. Dabei wollen sie 
in   erster   Linie   deinen   individuellen   Ausbildungsweg   prinzipiell 
aufzeigen,   dir   Orientierung   ermöglichen   und   dich   ermutigen. 
Unterhaltungsaspekte treten in den Hintergrund.

Die   Vorstellung,   dass   ein   überfliegendes   Lesen   dieser   Bücher   eine 
befriedigende   Vorstellung   von   einer   neuen   Fähigkeit   deines   Gehirns 
vermitteln   könnte,   widerspricht   der   Arbeitsweise   des   Nervensystems. 
(Intelligenz kommt vom lat. intellegere = lesen; und aufmerksames Lesen 
bildet!)   Überfliegendes   Lesen   muss   zu   Enttäuschungen   und 
Missverständnissen führen und kann Wesentliches nicht immer erfassen, 
dessen solltest du dir als Leser oder Leserin nun bewusst sein!

Neue Erlebniswelten, Chancen & Risiken

Die   Freiheit   und   Vielfalt   des   Denkens   bzw.   die   Möglichkeiten   des 
Nervensystems   Erlebnisse   und   Wahrgenommenes   wirkungsvoll 
zusammenzubasteln, finden heute immer weniger Grenzen. Gerade in den 
letzten   Jahren   treffen   durch   die   neuen   umfangreichen 
Kommunikationsmöglichkeiten   immer   mehr   Vorstellungen   aufeinander, 
befruchten   sich   und   bilden   neue   kunterbunte   Vorstellungs-   & 
Erlebniswelten in den Köpfen der Menschen. Das Wissen der Menschheit 
nimmt rasant zu und wir haben mehr Zeit in uns zu gehen. Wir haben fast 
dreißig Jahre  friedliche Jugendzeit, um unser Bewusstsein zu entfalten. 
Fast alle Teilnehmer unserer Gesellschaften in Mitteleuropa müssen nicht 
mehr so lang und hart arbeiten, müssen nicht an Gewalt und Grausamkeiten 
den Verstand verlieren. Wir können zu Verstand kommen, sofern wir nicht 
den zeitraubenden und geistig lähmenden Ablenkungen unserer Zeit (TV-, 
Computer-, Konsum- und Kneipenerlebnisräume...) verfallen. 
Kausalität,   Logik,   Folgerichtigkeit   müssen  dabei   nicht   immer  absolute 

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